Herthas Marco Richter wird von Kölns Jonas Hector unsanft gestoppt. Vergangene Saison verloren die Blau-Weißen das Heimspiel gegen Köln mit 1:3.
Herthas Marco Richter wird von Kölns Jonas Hector unsanft gestoppt. Vergangene Saison verloren die Blau-Weißen das Heimspiel gegen Köln mit 1:3. imago images/nordphoto/Engler

Herthas Lage ist wie in den vergangenen dreieinhalb Jahren bedrohlich: elf Punkte, Platz 16! Aufbruchstimmung, Abstiegsangst – alles ist am Sonnabend (15.30 Uhr) dabei, wenn die Blau-Weißen im letzten Pflichtspiel des Jahres den 1. FC Köln empfangen. Einen Tag später steigt die Mitgliederversammlung. Willkommen zum Fünkchen-Hoffnung-Spiel.

Denn mehr ist es nach dem 1:2-Last-minute-K.-o. in Stuttgart am Dienstag nicht. Ein kleines Signal von der Mannschaft, bevor der Verein sich Sonntag in der Messehalle versammelt. Herthas Fans sind momentan das größte Kapital des kriselnden Klubs. Trotz Millionenverlusten (knapp 80 Mio. Euro in der vorherigen Saison), trotz Sparkurses und der minimalen Punkteausbeute auf dem Platz sorgen die Anhänger seit Monaten für tolle Unterstützung und glauben an eine erfolgreiche Ära unter dem neuen Präsidenten Kay Bernstein.

Sandro Schwarz: „Wir können die Stimmung mit Leistung beeinflussen“

Sonntag steigt um 11 Uhr Herthas Mitgliederversammlung in der Messehalle. Ein Sieg gegen Köln könnte die Stimmung etwas aufhellen.
Sonntag steigt um 11 Uhr Herthas Mitgliederversammlung in der Messehalle. Ein Sieg gegen Köln könnte die Stimmung etwas aufhellen. imago images/Koch

Dessen Botschaft, dass es nur gemeinsam geht, setzen die Fans Woche für Woche um. Doch unterm Strich kamen von den Spielern zu wenige Punkte. Die gute Stimmung trotz mieser Lage bröckelt. „Klar ist, dass das Spiel in Stuttgart ein Rückschlag war. Aber nur für diesen Moment. Jetzt müssen wir die nächste Chance sehen, das ist das Heimspiel gegen Köln. Wir können die Stimmung auf der Mitgliederversammlung mit unserer Leistung beeinflussen. Darüber sind wir uns alle bewusst“, sagt Trainer Sandro Schwarz.

Der Coach versucht alles, um die Profis besser zu machen, im Training sieht auch alles gut aus. Doch in den Spielen kam in bisher 14 Anläufen zu häufig die Enttäuschung am Ende. „Mein größter Wunsch ist, dass wir eine Topleistung liefern und mit drei Punkten rausgehen“, sagt Schwarz.

Sandro Schwarz: „Die Realität sind elf Punkte“

Was sich ändern muss, damit es klappt? Die Antworten darauf sind klar: „Sauberes Passspiel, Vermeiden von einfachen Ballverlusten, mehr Tormöglichkeiten kreieren, Verbesserung der Box-Präsenz, Konzentration bis zum Schlusspfiff.“

Trainer Schwarz hat sich noch nie über die Qualität des Kaders beschwert. Im Gegenteil, er ist von den Spielern überzeugt: „So wie sie täglich miteinander arbeiten, das gibt mir Energie.“ Ein Träumer ist der Coach aber nicht: „Die Realität sind elf Punkte. Wir können unsere Situation leicht verbessern. Der dritte Saisonsieg wäre zum Jahresabschluss besonders wichtig, um mit positiver Stimmung in die Winterpause zu gehen.“

Lesen Sie hier mehr über Hertha BSC >>