Dodi Lukebakio will diese Saison bei Hertha richtig durchstarten. Sonntag im Pokalspiel bei Eintracht Braunschweig kann er zeigen, dass er dazugelernt hat.
Dodi Lukebakio will diese Saison bei Hertha richtig durchstarten. Sonntag im Pokalspiel bei Eintracht Braunschweig kann er zeigen, dass er dazugelernt hat. City-Press

Das wird für Herthas Dodi Lukebakio (24) kein normales Pokalspiel bei Zweitligist Eintracht Braunschweig (Sonntag, 18 Uhr). Nach einem Jahr Ausleihe zum VfL Wolfsburg ist es für den Belgier wieder das erste Pflichtspiel im blau-weißen Trikot. Zeigt der 20-Millionen-Euro-Einkauf endlich, was wirklich in ihm steckt?

2019 wurde der Flügelstürmer geholt. Herthas zuletzt zahlreiche Trainer (Ante Covic, Jürgen Klinsmann, Alexander Nouri, Bruno Labbadia und Pal Dardai) verzweifelten an ihm. Schneller, torgefährlicher Supertechniker, der aber leider zu wenig für die Defensive tat und oft lustlos wirkte.

Eigentlich gehörte er auch diesen Sommer zu den Verkaufskandidaten. Olympiakos Piräus wollte ihn. Doch Lukebakio sagte ab. Er will sich jetzt endgültig bei Hertha durchsetzen. Der neue Coach Sandro Schwarz baut auf den Belgier als rechten Flügelflitzer, auch weil Marco Richter nach seiner Hoden-OP noch nicht wieder fit ist.

Schwarz lobt Lukebakio: „Hohe Bereitschaft“

Herthas Coach Sandro Schwarz gibt Dodi Lukebakio im Training Anweisungen.
Herthas Coach Sandro Schwarz gibt Dodi Lukebakio im Training Anweisungen. imago images/Räppold/Koch

Schwarz lobt Dodi sogar zaghaft: „Er ist schnell wieder in der Gruppe angekommen und akzeptiert. Er versucht, die Inhalte als Flügelstürmer, die wir ihm geben, genau umzusetzen. Es gibt noch etwas zu verbessern. Aber er ist sehr lernwillig, hat eine hohe Bereitschaft.“

Hat es bei Lukebakio endlich im Kopf klick gemacht? Er sagt selbst: „Ich möchte bei Hertha bleiben und mich hier durchsetzen.“ In Wolfsburg gelang ihm das als Leihspieler vergangene Saison nicht – nur sieben Startelfeinsätze und ein Törchen sind die magere Bilanz. In der Rückrunde saß er in der VW-Stadt fast nur noch auf der Bank. Das hat Lukebakio nachdenklich gemacht, er hat seine eigene Leistung selbstkritisch beäugt.

Lukebakio traf schon doppelt in Braunschweig

Dodi will jetzt alles besser machen, mehr für die Mannschaft laufen, mehr schnelle Pässe spielen. In Braunschweig kann er es all jenen zeigen, die noch immer skeptisch sind. Vor zwei Jahren bei der 4:5-Pokalpleite in der niedersächsischen Stadt traf Dodi immerhin doppelt. Jetzt wieder zwei Treffer und ein echter Pokalfight von ihm? Es wäre ein erster Schritt zu einem besseren Dodi Lukebakio.

Fanfest im Olympiapark

Doch bevor es nach Braunschweig geht, steigt Sonnabend das Fanfest zum 130.Geburtstags des Klubs. Hertha BSC feiert sich mit einem Fanfest im Olympiapark selbst. Manager Fredi Bobic ist froh über die Zwölf-Stunden-Party: „Wegen Corona war es ja lange Zeit nicht möglich, dass die Herthaner zusammenkommen können.“

Um 10.00 Uhr geht es los mit der Sause. Um 11.00 Uhr spricht der neue Präsident Kay Bernstein. Seine Botschaft ist klar: „Alle sollen wieder stolze Herthaner sein!“ Mit neuem Spirit will er den Verein auf volksnah umkrempeln. Danach gibt es noch eine Fragestunde mit ihm.

Um 13.00 Uhr können die Fans beim Training der Profis im Amateurstadion zuschauen und sie schon mal anfeuern fürs Pokalspiel am Sonntag in Braunschweig. Auch einige Aufstiegshelden von 1997 wie Axel Kruse, Ante Covic und Michel Dinzey sind da, Klub-Ikone Ete Beer auch. Es gibt Fantalk, Geschichtstalk und natürlich Musik. Ab 18.00 Uhr steigt die Party mit DJs und einer Liveband. Wer darf nicht fehlen? Natürlich! Frank Zander kommt auch und schmettert die Stadionhymne „Nur nach Hause geh’n wir nicht“.

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