Carsten Schmidt gibt völlig überraschend seinen Posten bei Hertha wieder ab. Foto: City-Press

Hertha BSC kommt nicht zur Ruhe! Geschäftsführer Carsten Schmidt (58) muss seinen Posten aufgeben – nach nicht mal elf Monaten Amtszeit. Das ist ein echtes blau-weißes Beben!

Gab es irgendwelchen Zoff zwischen den Hertha-Bossen? Nein! Es sind private Sorgen, die Schmidt zum Rücktritt zwangen. „Es sind ausschließlich unauflösbare private Gründe aufgrund von Krankheit in meinem direkten familiären Umfeld, die mich zu diesem Schritt veranlassten“, erklärt Schmidt und stellt klar: „Ich danke dem Präsidium und Aufsichtsrat von Hertha BSC, dass meinem Wunsch zur Vertragsauflösung einvernehmlich und kurzfristig nachgekommen wurde.  Insbesondere Werner Gegenbauer danke ich für die zu jeder Zeit vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

Schmidt hatte seinen Dienst am 1. Dezember 2020 angetreten. Seine Hauptaufgabe: Visionen entwickeln und den Klub modernisieren. In der Krise der vergangenen Saison setzte er sich für die Entlassung von Ex-Manager Michael Preetz und Ex-Trainer Bruno Labbadia ein.

Gegenbauer bedauert den Rücktritt

Dafür verpflichtete er im Juni Fredi Bobic als neuen Macher für den sportlichen Bereich. Noch im Juli erklärte er mit viel Optimismus das „Projekt Goldelse“. Noch vergangene Woche verkündete er stolz, dass sich Hertha um einen Nachhaltigkeitszertifikat bewirbt. Doch jetzt stoppt ihn ein privater Schicksalsschlag. Präsident Gegenbauer schmerzt das abrupte Ende:  „Mit Bedauern haben wir dem Wunsch von Herrn Schmidt, umgehend aufzulösen, entgegengenommen. Nach vertrauensvollen Gesprächen haben wir seiner Bitte schweren Herzens entsprochen.“

Der erst mit Schmidt installierte Posten des „CEO“, der Vorgesetzter von Manager und Finanzboss ist, wird nicht mehr neu besetzt. Bobic und Ingo Schiller sollen sich die Aufgaben aufteilen.

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