Daumen hoch für den Sieg: Arsenal-Leihgabe Matteo Guendouzi (21) soll in Augsburg für mehr Sicherheit und Schwung sorgen. Foto:  City-Press

Sich belohnen. Das wünscht Herthas Trainer Bruno Labbadia sich und seiner Mannschaft vor dem Spiel beim FC Augsburg (Sonnabend, 15.30 Uhr). Denn die Blau-Weißen hätten bisher gewiss ein paar Pünktchen mehr verdient. Nach dem Wirbel um das Geld von Investor Lars Windhorst heißt es zumindest sportlich: Hertha, in Augsburg ist Zahltag!

Die Posse um Windhorsts noch ausstehende 100-Millionen-Überweisung war das bestimmende Thema in dieser Woche. Sorge, dass seine Spieler durch den Zoff ums Geld abgelenkt sein könnten, hat Labbadia nicht. „Das darf das Team nicht beeinflussen. Wir machen unseren Job“, erklärt Herthas Cheftrainer.

Guendouzi in der Startelf 

Wollen endlich auch wieder nach dem Schlusspfiff jubeln: Herthas Matheus Cunha und Vladimir Darida (r.)
Foto: Imago Images

Damit endlich der erste Sieg seit dem ersten Spieltag gelingt, „haben wir vor allem an unseren Automatismen gearbeitet“, berichtet Labbadia: „Wir brauchen Lösungen mit dem Ball, müssen aber in der Defensive hellwach sein.“

Denn die Fuggerstädter haben bereits zehn Punkte gesammelt – auch, weil sie eiskalt zuschlagen. „Sie stehen zu Recht da oben“, lobt Labbadia und warnt: „Ihr Umschaltspiel ist extrem gut.“

Um das zu unterbinden, baut Labbadia auf Matteo Guendouzi (21). Die Arsenal-Leihgabe feiert aufgrund der Verletzung von Lucas Toussart sein Startelf-Debüt. Bereits gegen Wolfsburg sorgte der Franzose eine halbe Stunde lang für Sicherheit und Schwung.

Drei Punkte fürs Selbstvertrauen

Bei den Über-Bayern hielten die Blau-Weißen lange mit, kassierten erst in der Nachspielzeit das bittere 3:4. 
Foto: Imago Images

Und: Während in den ersten Spielen immer wieder individuelle Patzer Punkte kosteten, stand Herthas Abwehr zuletzt gegen Wolfsburg (1:1) deutlich fester. Doch wie schon bei den Bayern (3:4) und in Leipzig (1:2) belohnten sich die Blau-Weißen nicht. „Wir wissen, dass wir zu wenig Ergebnisse eingefahren haben“, gesteht Labbadia. Der Hesse ist aber zuversichtlich: „Wenn man dranbleibt, ist es eine Frage der Zeit. Und wir gehen keinen Schritt zurück.“

Wie wichtig ein Sieg für die blau-weißen Seele wäre, weiß Labbadia: „Das würde uns noch mehr Selbstvertrauen und mehr Sicherheit geben. Vor allem für das Spiel mit dem Ball, sodass wir mehr Mut haben, auch unter Druck mit dem Ball aufzudrehen.“

Ganz klar: Ein Zahltag würde dem blau-weißen Konto extrem guttun – unabhängig davon, wann Windhorst das Geld überweist ...