Soll von hinten den Ton angeben, ist aber derzeit verletzt: Herthas Abwehrchef Dedryck Boyata (29).  Foto:  City-Press

Die Verletzung kommt zur Unzeit. Hertha-Trainer Bruno Labbadia (54) muss beim Testspiel bei Spitzenklub Ajax Amsterdam (Dienstag, 19 Uhr) auf Abwehrchef Dedryck Boyata (29) verzichten. Dem Belgier schmerzt die Achillessehne. Hertha hat Angst vor dem Achsenbruch.

„Es ist schwer, eine Prognose abzugeben“, sagt Labbadia, nachdem Boyata den Trainingsstart am Montag verpasste, und verrät: „Die Probleme schleppt er jetzt schon ein paar Tage mit sich rum.“

Eigentlich sollte der fünftägige Kurz-Urlaub in der vergangenen Woche Herthas Spielern neue Power geben, um frisch in die heiße Phase der Vorbereitung zu starten. Boyata sollte die Zeit nutzen, um wieder gesund zu werden. „Wir haben gehofft, dass die Ruhetage ihm eher guttun“, erklärt Labbadia.

Doch das Gegenteil war der Fall. „Er hat es noch gespürt. Es ist eher schlechter geworden. Jetzt haben wir gesagt: Bevor er sich etwas reintrainiert, arbeitet er lieber individuell, ohne die Achillessehne zu belasten“, berichtet Labbadia.

Boyatas Ausfall kommt zur Unzeit. Der Innenverteidiger soll ein wichtiger Teil von Herthas neuer Achse sein, die Labbadia aufbauen will. Als Abwehrchef ist er ein Schlüsselspieler, verantwortlich für den blau-weißen Spielaufbau und Rhythmus.

Offen ist, wann der 1,88 Meter große Hüne wieder einsatzfähig ist. „Wir müssen abwarten, wie schnell wir das in den Griff bekommen. In Amsterdam wird er aber definitiv nicht mit dabei sein“, erklärt Herthas Cheftrainer.

Dennoch freut sich Labbadia auf den Ajax-Test: „Wir wollen unsere in den vergangenen Wochen trainierten Inhalte gegen einen guten Gegner umsetzen.“ Gegen den Champions-League-Teilnehmer und Holland-Meister sollen so viele Spieler wie möglich zum Einsatz kommen. Auch ohne Boyata fordert Labbadia zweieinhalb Wochen vor dem ersten Pflichtspiel: „Wir müssen eine sehr, sehr gute Woche hinlegen.“