Herthas Torwart Oliver Christensen tanzt vor den Fans der Ostkurve. 
Herthas Torwart Oliver Christensen tanzt vor den Fans der Ostkurve.  imago images/Behrendt

Was für ein geiler Typ ist das denn? Herthas Torwart Oliver Christensen (23) stahl nach dem 2:0 gegen Köln allen die Show. In der Ostkurve legte er einen Tanz vor den Fans hin, als die im Chor sangen. Nicht das erste Mal: Schon beim Relegationssieg in Hamburg mimte der Däne den wilden Tänzer.

Klar war die Freude groß über den Sieg vor der Winterpause - und dann auch kein Gegentor gefangen. „So ein bisschen tanzen ist gut, es war für die Fans. Die Fans haben es uns leicht gemacht und uns von der ersten Minute getragen. Es ist ein großartiges Gefühl, etwas zurückzugeben. Ich weiß nicht, wie meine Kollegen reagiert haben, die standen ja hinter mir“, lachte er danach. Dann sagt er: „Ganz so wild wie in Hamburg war es noch nicht, das waren andere Emotionen.“

Montag fliegt der sympathische Tanzbär Olli zur dänischen Nationalmannschaft - der WM-Countdown. Christensen ist zum ersten Mal bei so einem Mega-Turnier dabei. Verbal zündet er jetzt schon „Danish Dynamit“ und lässt es mit dieser Aussage krachen: „Wer Weltmeister wird? Dänemark!“ Dann haut er noch einen Scherz raus: „Und wenn das passiert, wird in Dänemark lange gefeiert, dann komme ich erst im Februar zu Hertha zurück.“

Selbstverständlich nicht! Der Spaßvogel des Teams wird am 21. Januar wieder im Hertha-Kasten bei der Auswärtspartie in Bochum stehen. Denn er kann auch ganz ernst sein und sagt: „Nun gehen wir mit einem guten Gefühl in die Winterpause, sollten uns davon allerdings nicht täuschen lassen, denn es gibt noch einige Dinge zu verbessern. In den letzten Minuten haben wir trotz guter Leistungen häufig Punkte verloren – da fehlte die Konsequenz. Wenn wir daran weiterarbeiten, werden wir im nächsten Jahr noch mehr Siege holen.“

Das sagten die anderen Hertha-Spieler

Djanga Boetius: „Endlich haben wir uns belohnt, das freut mich sehr! Die Führung hat für ein gutes Gefühl gesorgt. Wir haben über die gesamte Spielzeit gekämpft und waren eklig. Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass wir noch einmal alles raushauen wollen, auch für die Fans. Umso besser, dass wir ihnen drei Zähler schenken konnten. 15 Spiele, 14 Punkte – wir wollen mehr.“

Marco Richter: „Wir konnten das Jahr mit dem Heimsieg positiv beenden und nochmal in der Kurve feiern – das ist ein schöner Abschluss eines sehr aufregenden Jahres, auch für unsere Fans. Das gemeinsam mitzunehmen, ist extrem wichtig. Der Wille war in diesem Spiel ganz entscheidend. Wir mussten gewinnen, wir wollten gewinnen und wir haben gewonnen! Das hat man in jeder Phase gesehen. Im Januar machen wir weiter und wollen mehr Punkte holen!“

Maximilian Mittelstädt: „Mit dieser Energie und dieser positiven Einstellung müssen wir ins kommende Jahr gehen und zuvor die Köpfe freibekommen. Die vergangenen Wochen und Monate waren eine intensive Zeit. Wir wissen, dass wir individuelle Qualität haben und ein gutes Team sind. Daher schauen wir nur auf uns, und wenn wir mehr solcher Vorstellungen zeigen können, werden wir uns zukünftig auch öfter dafür belohnen. “

Trainer Sandro Schwarz: „Es war ein leidenschaftlicher Fight meiner Mannschaft, die es auch hinten raus souverän gespielt hat. Ich bin nach dem Nackenschlag in Stuttgart stolz und auch darauf, dass wir den Fans hier einen schönen Abschluss bereitet haben.“

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