Weiß selbst, dass es nun eng wird: Hertha-Trainer Tayfun Korkut. Imago

Bochum (1:1) und Fürth (1:2), das waren für Hertha BSC zwei Pflichtsiege. Statt sechs Zählern wurde es nur einer. Trainer Tayfun Korkut steht unter Druck und sagt: „Fakt ist: Wir haben zu wenige Punkte geholt. Aber auch gegen einen schwierigen Gegner wie Leipzig ist es möglich, Punkte zu holen.“ Korkut muss die verlorenen fünf Zähler in den nächsten fünf Wochen zurückholen. Herr Korkut, kreuzen Sie mal an, gegen wen die Zähler kommen sollen!

Wird Hertha wieder von Leipzig verhauen?

Leipzig: Nach einer Blamage eine Sensation schaffen. Klappte schon mal bei Korkut. Nach der 0:4-Pleite in Mainz folgte im Dezember ein 3:2 gegen Dortmund. Ein Heimsieg nächsten Sonntag wären ungeplante drei Pluspunkte. Problem: Schon im Hinspiel wurde Hertha 0:6 von RB verhauen.

Freiburg: Die Breisgauer spielen im oberen Tabellendrittel. Ein Auswärtssieg beim SC am 26. Februar? Den letzten gab es vor zwölf Jahren, ein 3:0 im Februar 2010. Also: Das wäre auch ein Überraschungsdreier. Hinspiel: 1:2 im Olympiastadion.

Frankfurt: Ein Heimsieg gegen die Hessen am 5. März ist Pflicht. Dafür gibt es keine Aufholpunkte. Vorgänger Pal Dardai gewann 2:1 bei der Eintracht.

Keine Bonuspunkte mehr für Hertha

Gladbach: Die Fohlen humpeln auch nur durch die Saison. Ein Auswärtsremis am 12. März muss her, ein Sieg würde zwei Aufholzähler bringen. Hinspiel 1:0.

Hoffenheim: Wie Frankfurt, der Heimsieg ist am 19. März Pflicht. Keine Bonuspunkte. Das Hinspiel ging 0:2 aus.

Danach ist Länderspielpause. Korkut gibt sich kämpferisch: „Es gibt so viele Zahlen über Laufwege, Zweikämpfe, Torschüsse. Aber wichtigste Statistik ist das Ergebnis, und das haben wir zuletzt nicht hinbekommen. Wir müssen was gutmachen. Jetzt haben wir schwere Brocken vor uns. So einen Brocken muss man dann mal beiseiteräumen.“

Hertha ist Rückrunden-Vorletzter

Die Aufgabe ist ganz klar: Sieben Zähler hätte Hertha in den nächsten fünf Spielen holen müssen, jetzt sind es fünf Punkte mehr geworden. Mit 35 Zählern wären die Blau-Weißen sechs Spieltage vor Saisonende zwar noch nicht gesichert, aber zumindest aus dem Gröbsten heraus. Doch das ist alles ein Konjunktiv. Die grausame Realität sieht anders.

Die Blau-Weißen sind im steilen Abwärtstrend und mit zwei Punkten die zweitschlechteste Rückrunden-Mannschaft. Korkut: „Wir müssen realistisch sein. Die Spieler müssen die Situation annehmen, wie sie jetzt ist.“ Das müssen sie schon seit Wochen. Es ist knallharter Abstiegskampf. Hoffentlich kapieren es die Profis gegen Leipzig …

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