Wenigstens konnte sich Stark mit Herthas Tschechen Vladimir Darida nach dem Abpfiff noch unterhalten. Foto: imago images/Ulmer

Drei Herthaner, drei Auswahlerlebnisse: Kris Piatek jubelt über ein Tor für Polen beim 2:0 gegen die Ukraine). Dodi Lukebakio gibt endlich sein Debüt für Belgien beim 2:1 gegen die Schweiz.   Niklas Stark (25) sitzt bei Deutschlands 1:0 gegen Tschechien nur auf der Bank.

Bitter! Eigentlich wäre es die Chance für den 1,90-Meter-Hünen gewesen, sich bei Jogi Löw wieder in den Vordergrund zu spielen. Der Bundestrainer spielte gegen Tschechien nur mit einer Experimentier-Elf mit vielen jungen Spielern. Löw ordnete es so ein: „Es war eine Mannschaft, die in dieser Konstellation wohl nie wieder zusammenspielen wird.“

Doch welche Rolle spielt Stark in der DFB-Elf? Seit März 2019 wurde er zehn mal für Länderspiele nominiert, kam nur zu zwei Kurzeinsätzen. Vor einem Jahr feierte der Verteidiger ein 25-minütiges Debüt beim 6:1 gegen Nordirland und vor fünf Wochen durfte er fünf Minuten beim 3:3 gegen die Türkei ran.

Ob Stark jetzt bei den Nations-League-Spielen morgen gegen die Ukraine und Dienstag gegen Spanien eine Chance erhält, ist eher fraglich. Löw kündigte an: „Wir werden in Bestbesetzung spielen.“

Momentan sind beim Bundestrainer als Innenverteidiger eher Antonio Rüdiger (FC Chelsea) und Matthias Ginter (Gladbach) gesetzt. Dazu reiste Niklas Süle (FC Bayern) nach überstandener Corona-Quarantäne zur Nationalelf nach. Mehr als ein Joker-Einsatz ist für Stark wohl nicht drin.