Sportdirektor Arne Friedrich, Manager Michael Preetz und Trainer Bruno Labbadia (v.l.) können die dritte Niederlage in Folge nicht fassen. Foto: Koch

Liebe Hertha-Profis, die Saisonvorbereitung ist lange beendet. Ihr seid schon im Wettkampf. Das sind keine Testspiele mehr. Hier geht es um Punkte! Nach diesem 0:2 gegen den VfB Stuttgart mache ich mir echte Sorgen um die Blau-Weißen.

Natürlich gab es im Sommer den kompletten Umbruch im Team. Routiniers wie Vedad Ibisevic, Salomon Kalou und Per Skjelbred sind nicht mehr da. Neue Führungsspieler, eine neue Achse muss her. Doch leider sehe ich sie gerade nicht.

Selbst der erfahrene Abwehrboss und Neu-Kapitän Dedryck Boyata wirkt von Spiel zu Spiel verunsicherter. Das ist das erste Alarmzeichen. Das zweite gab es beim Stuttgart-Spiel dazu: Einige Profis quittierten Fehler ihrer Mitspieler mit vorwurfsvollen Gesten. Das ist nicht gut für den Teamgeist und sagt aus, dass es mit der Kommunikation auf dem Platz nicht stimmt.

So bleibt das Zusammenspiel unpräzise, fahrig und unentschlossen. Die Abwehr ist löchrig, das Mittelfeld hat keine echte Dynamik und im Sturm sieht man keine Killer-Qualitäten. Das muss ganz schnell verbessert werden, sonst spielt sich diese Mannschaft mal wieder in eine Krise wie schon vergangene Saison.

Für Trainer Bruno Labbadia werden die nächsten Wochen herausfordernd. Er hat gerade den härtesten Job im Verein.