Herthas Marco Richter trickst mit seinem Scheitel Frankfurts Keeper Kevin Trapp aus und erzielt das 1:0 in der 7. Minute. Foto: Imago Images

Einmal kurz durchatmen, dann jubeln! Hertha BSC siegt 2:1 (1:0) bei Eintracht Frankfurt. Es war das bisher beste Spiel in dieser Saison und der Sieg war so wichtig! Die Blau-Weißen ziehen sich selbst an den Haaren aus dem Tabellenkeller heraus. Aber dazu später mehr.

Als der Schlusspfiff im Frankfurter Stadion ertönte, hob Trainer Pal Dardai seine Siegerfaust hoch und lachte zufrieden. Endlich hat sich seine Mannschaft mal wieder mit einem Dreier belohnt. „Es ist wichtig für die Jungs, nicht für den Trainer und seinen Job“, sagt der Ungar spontan. Immer wieder gab es in den vergangenen Wochen Diskussionen um ihn.

Dardai: „So macht es Spaß!“

Bei Dardai prallte es ab, weil ihm Manager Fredi Bobic volle Rückendeckung bei seiner Arbeit gibt. Der Trainer sah sich einfach nur bestätigt: „Ich muss nicht immer wieder sagen, dass die Jungs gut trainieren und sich weiterentwickeln als Team. Das weiß ich. Aber diesmal hat es auch mit den Punkten geklappt. Respekt, die Jungs haben den Sieg nach Hause gebracht. Das macht einfach Spaß, mit diesem Team zu arbeiten.“

Die neue Leichtigkeit war auch beim 1:0-Torschützen Marco Richter zu spüren. Eine schöne Flanke von Vladimir Darida erwischte er irgendwie noch mit ein paar Haarsträhnen.

Richter scherzt über sein Tor

Der Ball knallte vom Innenpfosten ins Netz zum 1:0 (7.). „Ich war tatsächlich auch ein wenig dran am Ball, das hat man doch gesehen“, scherzte er mit einem Augenzwinkern.

Die frühe Führung brachte Sicherheit. Hertha hätte sogar nach Chancen von Stürmer Kris Piatek (17./42.) die Führung zur Pause ausbauen können. Noch gelingt nicht alles, doch es sah alles schon viel besser und flüssiger aus. Auch dem Sturmlauf der Frankfurter hielten die Blau-Weißen nach dem Wiederanpfiff stand.

Joker Jurgen sticht sofort

Jurgen Ekkelenkamp jubelt über seinen Treffer zum 2:0. Foto: Imago Images/Eibner

Ein Konter über Darida, der wunderschön zu Maxi Mittelstädt passte, knallte Joker Jurgen Ekkelenkamp 93 Sekunden nach seiner Einwechslung unter die Latte zum 2:0 (63.). Genau, dieses Glück zeigt, dass der Fußballgott es momentan wieder besser mit Hertha meint.

Selbst der strittige Elfmeter zum 1:2 durch Frankfurts Goncalo Paciencia (78.), konnte nichts mehr daran ändern. Der Hesse hatte vorher Verteidiger Niklas Stark in Torwart Alexander Schwolow geschubst, bevor Scholow Pacienzia foulte. Stark hielt sich nicht lange mit der Szene auf: „Gesehen hab ich wenig davon, ich hab mehr davon etwas gespürt. Wenn der Video-Schiri nichts sieht, dann war da wohl nichts. Das interessiert jetzt nicht. Wir haben gewonnen. Wir haben kompakt gestanden, mit ein, zwei Ballkontakten gespielt. So macht es Spaß.“ Hertha findet langsam die Leichtigkeit zurück – mit Richters Scheitel. Haar, Ho, He!

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