Mittelfeld-Stratege Marko Grujic spielte bisher zwei Saisons für Hertha. Seine Bundesliga-Bilanz: 51 Einsätze, neun Tore. Foto: imago images/Witters

Ende Mai verabschiedete sich Marko Grujic (24) nach zwei Jahren in der Hauptstadt per Internet von den Hertha-Fans. Dabei ließ der Leihserbe vom FC Liverpool ein Hintertürchen für seine Rückkehr zu den Blau-Weißen offen. Aus dem Türchen ist in den vergangenen Tagen ein großes Scheunentor geworden. Der Poker um den Mittelfeldspieler ist in vollem Gange.

Liverpools Coach Jürgen Klopp sieht nach drei Wochen Training für Grujic keine Chance in seinem Meisterteam. Außerdem will er Bayerns Thiago kaufen. Die Reds legen Grujic einen Wechsel nahe. Nicht mehr als Leihgeschäft, sondern als Verkauf.

Bisher konnten sich die Blau-Weißen nur eine Leihgebühr für den Serben leisten. Mit den Millionen von Lars Windhorst ist das anders geworden. Problem nur: Liverpool weiß das genau und fordert eine Ablöse von 22 Millionen Euro. Hertha will aber nur maximal 14,5 Millionen Euro zahlen. Da ist Manager Michael Preetz gefragt. Noch spielt er auf Zeit, denn das Transferfenster schließt erst Anfang Oktober.

Was Preetz in die Karten spielt: Kurzzeitig hatte Liga-Konkurrent Mönchengladbach bei Grujic mitgeboten, ist aber wieder ausgestiegen. Borussias Manager Max Eberl verkündete vor ein paar Tagen: „Unsere Transfers sind abgeschlossen.“

Grujic hat stets betont, dass er gerne bei den Blau-Weißen spielt. Preetz kann den Spieler und die Fans glücklich machen, aber bestimmt nicht um jeden Preis.