Wolfsburgs Trainer Niko Kovac kommt aus Berlin, spielte für Hertha BSC und hat nicht nur deswegen eine besondere Verbindung zu den Blau-Weißen.
Wolfsburgs Trainer Niko Kovac kommt aus Berlin, spielte für Hertha BSC und hat nicht nur deswegen eine besondere Verbindung zu den Blau-Weißen. regios24/imago

In Berlin ist er 1971 geboren, bei Hertha BSC startete er 1991 seine Profi-Karriere. Klar, dass das Duell am Dienstag (20.30 Uhr, Sky) für Wolfsburgs Trainer Niko Kovac (51) alles andere als ein normales Spiel ist. Auch mit Hertha-Manager Fredi Bobic (51) spielte und arbeitete Kovac bereits erfolgreich zusammen.

„Ich kenne den Fredi sehr gut. Nicht nur aus unserer Zeit in Frankfurt. Sondern wir haben damals in Berlin schon zusammengespielt und waren Zimmerkollegen. Wir sind immer noch im stetigen und regen Austausch“, verrät der VfL-Coach.

Niko Kovac glaubt an Hertha – auch wegen Fredi Bobic

Während Kovac nach Startschwierigkeiten mit Wolfsburg die Kurve bekommen hat und nach der 6:0-Gala gegen Freiburg und fünf Siegen in Serie derzeit so richtig auf der Erfolgswelle reitet, steckt Hertha nach dem 1:3 in Bochum vorerst im Tabellenkeller fest. Kovac glaubt an Herthas Klassenerhalt – auch wegen Bobic, der sich fast parallel zu Kovacs Lob seine Hertha deutlich vorknöpfte.

Fredi Bobic und Niko Kovac (v.l.) wurden mit Eintracht Frankfurt 2018 DFB-Pokalsieger.
Jan Huebner/imago
Fredi Bobic und Niko Kovac (v.l.) wurden mit Eintracht Frankfurt 2018 DFB-Pokalsieger.

„Das ist keine einfache Situation für den Fredi und auch nicht für die Hertha. Aber wer den Fredi kennt, der weiß genau, dass er solche Situationen liebt, dass er sich dagegen stemmt, dass er dort etwas bewegen will“, erklärt er. Kovac, der mit Bobic und Eintracht Frankfurt 2018 Pokalsieger wurde, weiter: „Auch hier gilt: Das braucht Zeit. Deswegen bin ich davon überzeugt, dass Hertha BSC mittel-, aber auch langfristig dorthin kommt, wo sie hingehören: nämlich viel weiter nach oben.“

Niko Kovac: Hertha BSC „ein toller Verein“

Über Hertha sagte der in Wedding aufgewachsene Kovac: „Für mich ist es kein merkwürdiger Verein. Das ist mein Heimatverein beziehungsweise ein toller Verein. Schwierigkeiten haben auch andere Klubs. Die Hertha ist 17., aber der Tabellenplatz spiegelt nicht die Leistungen wider, die sie in dieser Saison schon hatten.“

Während Hertha-Trainer Sandro Schwarz im Angriff die Stürmer ausgehen, muss Kovac am Dienstag auf den gesperrten Linksverteidiger Paulo Otavio sowie die beiden Nmecha-Brüder verzichten. Lukas hat nach seiner Knieverletzung noch Trainingsrückstand. Felix brach das Training ab. „Felix Nmecha hat eine Oberschenkel-Verhärtung“, sagte Kovac. „Wir gehen kein Risiko ein, das heißt: Für das morgige Spiel in Berlin steht er nicht zur Verfügung.“

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