Blickt er bereits nach Berlin und zu Hertha BSC? Manager Fredi Bobic (49) will Eintracht Frankfurt verlassen. Foto: Imago

Geht jetzt alles ganz fix? Fredi Bobic (49) will Eintracht Frankfurt trotz seines Vertrags bis 2023 bereits im Sommer verlassen. Damit wäre der Weg für Hertha BSC frei. Bei den Blau-Weißen gilt Bobic als Wunsch-Nachfolger für Ex-Manager Michael Preetz (53).

Noch kämpft die SGE um ihren Sportvorstand und Baumeister des Erfolgs. „Fredi Bobic hat bei Eintracht Frankfurt einen Vertrag bis 2023“, erklärt Philipp Holzer. Frankfurts Aufsichtsrats-Chef sagt aber auch: „Wir befinden uns mit ihm in Gesprächen über die zukünftige Ausrichtung der bislang sehr erfolgreichen Zusammenarbeit.“ 

Nach KURIER-Informationen hat Bobic aber bereits seit längerem seinen Wunsch nach einer Vertragsauflösung hinterlegt. Denn Bobic sieht sich als Projektmanager. Mit den Hessen erreichte er trotz leerer Kassen und als Fast-Absteiger dank vieler kluger Transfers zweimal das Pokalfinale, gewann den begehrten goldenen Pott 2018 gegen den FC Bayern – den ersten Eintracht-Titel nach 30 Jahren. In der Europa League ging es mit furiosem Offensiv-Fußball bis ins Halbfinale. In dieser Saison winkt der SGE sogar die Champions-League-Teilnahme. 

Hertha ist verlockend 

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„Es ist klar, dass ich 2021, jetzt im Sommer, den Verein verlassen werde", erklärte Bobic am Dienstagabend in der ARD. Jetzt, auf dem Höhepunkt seines Schaffens am Main, sucht er eine neue Herausforderung – und scheint diese bei Hertha zu finden.

Für die Blau-Weißen stürmte der Ex-Nationalspieler von 2003 bis 2005. Dass seine Frau Britta mit den beiden Töchtern Celine (24) und Tyra (21) nur unweit des Olympiastadions wohnt und Bobic Hertha-Mitglied ist, ist bekannt und sicherlich ein Argument.

Noch verlockender scheint für Bobic aber die rosige Perspektive in Westend zu sein. Hertha lechzt nach Erfolg und der neue Chef Carsten Schmidt (57) hat mit Investor Lars Windhorst (44) ein starkes und zahlungskräftiges Argument. Schmidt und Bobic kennen und schätzen sich seit ihrer gemeinsamen Zeit beim TV-Sender Sky. Zuletzt sah man die beiden im intensiven Austausch während Herthas Spiel bei der SGE Ende Januar, was die Gerüchteküche weiter anheizte. 

Was wird aus Arne Friedrich? 

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Kommt Bobic, wären auch die teils hitzigen Diskussionen bei den Fans über Ralf Rangnick (62) beendet. Der ehemalige Schalke-Trainer sowie Macher des Erfolgs der TSG Hoffenheim und RB Leipzig hätte insbesondere bei den Ultras aufgrund seiner Vergangenheit einen schweren Stand gehabt.

Zuletzt wurde auch über Sportdirektor und Interims-Manager Arne Friedrich (41) als Dauerlösung spekuliert. Gut möglich, dass Friedrich unter Bobic wie Bruno Hübner bei der Eintracht als Sportdirektor fungiert – sollte Bobic sich mit der SGE auf eine Vertragsauflösung einigen und nach Berlin zurückkehren.