Fredi Bobic gewann als Manager bei Eintracht Frankfurt den Pokal 2018 nach einem 3:1 gegen den FC Bayern. Foto: Imago Images/Kolbert-Press

Weht jetzt ein frischer, blau-weißer Wind bei Hertha BSC? Nach zwei verkorksten Saisons wollen die neuen Bosse Carsten Schmidt und Fredi Bobic den Angriff starten. Ein Fünf-Jahres-Plan wurde in den vergangenen Monaten entwickelt. Eine neue Siegermentalität soll im Klub und im Team einziehen. Manager Bobic fordert: „Wir müssen eine Pokalmannschaft werden. Jedes Spiel ist ein Endspiel.“

Er meint damit, dass man sich nie zufrieden geben soll und nachlassen darf. In der Bundesliga, aber auch im Pokal. Bobic wird da ganz deutlich: „Wir müssen immer den Traum haben, dass wir im Pokalfinale stehen. Im eigenen Stadion im Endspiel sein und nicht nur zuschauen. Das muss bei allen Spielern verinnerlicht werden. Das ist ein absolut legitimes Ziel. Und das will ich von jedem Spieler in diesem K.o.-Wettbewerb sehen. Egal, ob es gegen einen Sechstligisten oder Bundesligisten geht.“

„Der Traum muss bei allen verankert werden“

Bobic weiß, was es heißt den Pott in den Händen zu halten. 1997 wurde als Spieler mit dem VfB Stuttgart Pokalsieger, als Manager 2018 mit Eintracht Frankfurt. Er will dieses Ding auch mit Hertha holen. Und man nimmt es ihm ab, so wie er spricht. „Der Traum muss bei allen verankert werden. Das muss von innen getrieben werden. Ich werde mich auf Dauer nicht damit zufrieden geben, nur vor sich hinzuarbeiten.“

Mit Trainer Pal Dardai hat er dabei einen absoluten Verbündeten. Der Ungar hatte vor sechs Jahren damit angefangen, das Pokalfinale vor jeder Saison zum Ziel zu erklären. Das zeigte auch Wirkung. 2015/16 erreichte Hertha das Halbfinale (0:3 gegen Dortmund), 2016/17 das Achtelfinale (3:4 n.E.), 2018/19 das Achtelfinale (2:3 n.V. gegen Bayern).

Doch vergangene Saison flog Hertha unter Bruno Labbadia schon in der ersten Runde bei Zweitligist Braunschweig mit 4:5 raus.  Das erinnerte schon ein wenig an längst überwundene blau-weiße Peinlichkeiten im Pokal in den Jahrzehnten zuvor. Schlusswort Bobic: „Ziele kann man sich setzen. Warum denn nicht? Nur Angst darfst du nicht haben. Trotzdem müssen wir jetzt erstmal die Basics schaffen, nicht von Titeln reden.“

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