Hertha-Sportchef Fredi Bobic (r.) war nicht glücklich über die Aussagen von Pal Dardai und verteilt einen Rüffel an die Adresse des Ungarn. City-Press

Fredi Bobic hat Gesprächsbedarf! Herthas Sportchef verteidigt seine getätigten Transfers und nimmt seine blau-weißen Profis in die Pflicht. Einen Rüffel kassiert Cheftrainer Pal Dardai, der am Sonntag nach der 0:5-Klatsche bei den Bayern mit seinem Rücktritt kokettierte.

„Die Aussagen waren nicht gut. So etwas geht nicht. Pal hat eine kurze Schwächephase gezeigt. Sein Ausbruch war nicht förderlich für Hertha BSC. Wir haben uns ausgesprochen und Pal hat seine Aussagen bedauert. Wir suchen keinen Trainer. Wir wollen alle zusammen das Beste für Hertha geben“, stellt Bobic klipp und klar fest. Sein Rat an Dardai: „Die Emotionalität darf nicht Überhand gewinnen.“

Transfer-Frust: Bobic übernimmt Verantwortung

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Nicht der einzige Aufreger bei Hertha in den vergangenen Tagen. Auch der Deadline-Day am Dienstag lief nicht so wie erwartet. Hertha schürte bei den Fans Hoffnung, indem in den sozialen Netzwerken wie schon in den vergangenen Jahren ein Transfer-Balken veröffentlicht wurde, der nach dem Wechsel von Nizza-Stürmer Myziane Maolida 22 Prozent anzeigte und somit noch weitere Spieler ankündigte – was auch wegen des geplatzten Wechsels von Mailand-Star Samu Castillejo bekanntlich nicht passierte. Bobic: „Ich übernehme die Verantwortung für diesen scheiß Balken und entschuldige mich dafür. Ich wusste davon nichts, wir werden das intern klar besprechen.“

Bobic erwartet stabile Hertha-Saison

Insgesamt verließen Hertha 12 Spieler, acht Neue lotste Bobic nach Berlin. „Ich kann voller Überzeugung sagen, wir haben das gemacht, was wir machen wollten“, erklärt der Sportchef. Bobic weiter: „Wir haben Spieler geholt, die Erfahrung haben, gepaart mit jungen Spielern, die mit großer Freude und Euphorie herkommen, um sich hier entwickeln zu können und stolz sind, für diesen Verein zu spielen. Mit diesem Kader ist eine stabile Saison möglich.“

Allerdings verwies der 49 Jahre alte Manager auf die Zeit, die für den eingeleiteten Wandel benötigt werde: „Das passiert nicht von einem auf den anderen Tag, das ist ein Prozess – in allen Bereichen. Dass da Fehler passieren und wir selber welche produzieren, gehört dazu. Allerdings dürfen wir nicht zu viele Fehler davon machen.“

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