Manager Fredi Bobic wartet wie alle Herthaner auf den ersten Sieg im Jahr 2022. Klappt es Sonnabend gegen seinen Ex-Klub Frankfurt? Foto: Imago Images

Als Fredi Bobic im Sommer von Eintracht Frankfurt zu Hertha BSC kam, war der Manager völlig optimistisch für die Zukunft. Auch als die Blau-Weißen Mitte Oktober im Hinspiel 2:1 bei den Hessen gewannen, sah alles noch etwas besser aus. Sonnabend (15.30 Uhr) wird Herthas Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt vor 25.000 Fans im Olympiastadion für Bobic zum Abstiegsdate mit der Ex.

Hertha-Boss Bobic: „Schwierigster Job meiner Karriere“

„Ja, es ist schön, altbekannte Gesichter zu sehen. Es war eine sehr lange, spannende Zeit mit der Eintracht“, sagt Bobic. Auch bei der launischen Diva lief es trotz Pokalsieg 2018 und Europapokal-Rausch nicht immer rosig. Doch was der Schwabe bei den Blau-Weißen seit seinem Amtsantritt im Juni 2021 erleidet, zwingt ihn jetzt zu dem Satz: „Das ist der schwierigste Job meiner Karriere.“

Verein modernisieren und gleichzeitig finanziell sanieren. Der ehrgeizige Ex-Profi packte es an. „Neue Leistungskultur“ und „offen sein für Neues“ auf allen Ebenen.

Doch Fortschritte in der Tabelle gab es nicht. Nicht mit Ex-Coach Pal Dardai, der am 13. Spieltag mit 14 Punkten beurlaubt wurde. Auch der erhoffte Aufschwung unter Nachfolger Tayfun Korkut hielt gerade mal vier Spiele bis Weihnachten an. Noch immer kein Sieg in der Rückrunde – abgesackt auf Relegationsplatz 16 mit nur 23 Zählern.

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Die Wende muss jetzt ausgerechnet gegen Bobics Ex-Klub kommen, sonst droht die Zweite Liga. Frankfurt hat sich seit der Niederlage gegen Hertha im Oktober mehr berappelt, steht auf Platz zehn mit 31 Punkten. Doch so stark wie früher, als Bobic dort noch Manager war, sind die Hessen längst nicht mehr. „Sie haben nicht unbedingt einen Lauf. Aber sie sind gefährlich. Du musst gegen Frankfurt gut organisiert sein“, sagt Bobic.

Hertha-Gegner Frankfurt ist zweikampfschwächstes Team

Im Hinspiel traf Herthas Jurgen Ekkelenkamp zum 2:1-Siegtreffer. Foto: Imago Images

Wo kann man die Hessen packen?

Am besten immer wieder bei Zweikämpfen. Frankfurt ist in dieser Disziplin die schlechteste Mannschaft der Bundesliga mit einer Quote von nur 46,5 Prozent gewonnener Duelle (Hertha: 49,9).

Hertha braucht Tore

Doch die Statistiken alleine helfen nicht. Hertha muss endlich wieder Tore schießen. Seit Korkut Coach ist, trafen die Blau-Weißen in elf Spielen nur zwölfmal. Der Trainer sagt: „Wir müssen vorne noch entschlossener sein. Chancen haben wir uns zuletzt genug herausgespielt.“

Der Knoten muss gegen die SGE platzen. Bobic: „In Frankfurt haben wir im Hinspiel bewiesen, dass wir es können. Jetzt wollen wir es auch Zuhause vor den eigenen Fans wiederholen. Wir sind in einer Situation, die gefährlich, aber nicht hoffnungslos ist.“

Doch die Hoffnung schwindet immer mehr, wenn es heute beim Abstiegsdate keinen blau-weißen Heimsieg gibt.

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