Herthas Marvin Plattenhardt läuft zum Freistoß an und lässt die Kugel scharf in den Strafraum fliegen. Foto: City-Press

Immer dieselbe Platte, aber was für eine schöne, gleich dreimal! 3:0 gegen Hoffenheim, das war die Wiederbelebung von Hertha BSC. Das war die Wiederauferstehung des Marvin Plattenhardt (30) als Standardspezialist mit seinem linken Zauberfuß. Drei starke Freistoßflanken, drei Tore durch Niklas Stark, Ishak Belfodil und Lucas Tousart.

Der linke Außenverteidiger ist seit knapp acht Jahren im Verein. Er wurde zum vorübergehenden Nationalspieler (sieben Länderspiele), gewann 2017 den Confed-Cup mit Ex-Bundestrainer Jogi Löw.

Pal Dardai wusste in seiner ersten Amtszeit (von 2015 bis 2019), wie man mit Platte umgehen muss. Der Verteidiger mit dem Hammerschuss braucht Zuspruch, braucht Rückendeckung, dann bringt er Höchstleistung. Wie mit dem Team ging es auch mit Plattenhardt durch die vielen Trainer bergab.

Herthas Fotheringham: Plattenhardt wird noch besser

Marvin Plattenhardt (l.) und Co-Trainer Mark Fotheringham im Gespräch beim Training. Foto: imago images

Und jetzt das! Trainer Felix Magath und auch sein Assistent Mark Fotheringham sind sofort auf den Menschen Plattenhardt eingegangen und erst dann auf den Spieler, sie gaben ihm mit Worten neues Selbstbewusstsein.

Fotheringham sagte nach Plattenhardts Dreier-Freistoßfestival: „Platte hat einen überdurchschnittlichen linken Fuß. Er kommt jeden Tag mit einer Ausstrahlung zum Training, ist immer bereit. Er ist dynamisch. Ich mag ihn sehr gerne. Wir werden ihn noch besser machen.“

Auch Magath lobte mit seinem süffisanten Humor die Freistoßkünste: „Wenn ein Marvin Plattenhardt ein so begnadetes linkes Füßchen hat und die ruhenden Bälle so gut bringen kann, verfügt er da über eine besondere Waffe. Gegen Hoffenheim sind ihm die Freistöße überragend gelungen, er hat sie wunderbar geschlagen.“

Plattenhardt für Magath eine Waffe

Natürlich wurde genau das vorher noch mal geübt. Plattenhardts Waffe könnte auch in den restlichen sieben Spielen im Abstiegskampf die entscheidenden Tore und Punkte bringen. Jetzt hat er aber erst mal ein Veilchen am rechten Auge und sagt cool: „Das war ein Hoffenheimer Ellbogen. Ist nicht weiter schlimm.“

Mit einem blauen Auge könnte Hertha auch diese Saison noch mal davonkommen – mit diesem linken Fuß. Vielleicht auch mal wieder mit einem Bundesliga-Tor. Das bisher letzte liegt knapp drei Jahre zurück …

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