Die Chemie stimmt, aber …
Feldversuch statt Labor! Reicht Herthas Erfolgsformel auch für RB Leipzig?
Trainer Pal Dardai hält trotz der Personalsorgen am System fest und sieht Hertha auf einem guten Weg. Das Duell bei RB wird damit zur Bewährungsprobe.

Mit Rückenwind und 1000 Fans reist Hertha BSC dank der zwei Siege in Folge zu RB Leipzig (Sonnabend, 15.30 Uhr). Doch die Personallage in der Abwehr ist für Trainer Pal Dardai weiterhin prekär. Sein Motto: Jammern hilft sowieso nicht – und Experimente schon gar nicht. Bleibt die Frage: Reicht die blau-weiße Erfolgsformel auch für RB Leipzig?
„Hertha BSC ist kein chemisches Labor, wo wir weiße Mäuse testen können“, sagt Dardai und lehnt eine Systemumstellung ab.
Röcker und Atemona stehen bereit
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Mit einer Vierer- statt Fünferkette würde Hertha einen Verteidiger weniger benötigen. Was angesichts der Ausfälle von Kapitän Dedryck Boyata, Jordan Torunarigha und Lukas Klünter sicherlich eine Option wäre.
Nicht für Dardai. Der Trainer erklärt zwar: „Wir sind am Limit“, sagt aber auch: „Defensiv hat es zuletzt sehr gut ausgesehen. Es gab keine großen Chaos-Momente. Solange es funktioniert, werden wir mit Fünferkette spielen und keine Experimente machen. Die Jungs fühlen sich damit sicherer und besser.“
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Heißt: Dardai ist zufrieden mit seinen gefundenen Zutaten in der Defensive. Das Berliner Bollwerk mit Niklas Stark, Marton Dardai und Linus Gechter stand stabil, bescherte Hertha nach dem Fehlstart sechs Punkte (3:1 in Bochum, 2:1 gegen Fürth). Für den Fall der Fälle nimmt Dardai wohl die beiden U23-Verteidiger Christalino Atemona (19) und Cimo Röcker (27) mit, die diese Woche im Training bereits den Kader auffüllten.

Auch die Spieler betonen, dass die Chemie stimmt, beschwören das neue Kollektiv. Sportdirektor Arne Friedrich, der fast jede Trainingseinheit verfolgt, stimmt mit ein: „Die Mannschaft wächst immer besser zusammen. Die Tendenz passt.“ Gleichzeitig warnt Friedrich: „Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns.“
RB für Hertha Bewährungsprobe
Als Entwicklungshelfer fest eingeplant: Jurgen Ekkelenkamp. Der Techniker soll nach seinem Traumeinstand nun den Bullen das fürchten lehren und am besten Stürmer Davie Selke bedienen, der seinem Ex-Klub die Flügel stutzen soll.
Denn klar ist: Selbst wenn Leipzig noch nicht in der Spur ist (3 von 5 Spielen verloren), das Top-Team aus Sachsen ist eine ganz andere Hausnummer als die zuletzt geschlagenen Aufsteiger. Das Duell bei RB wird vielmehr zur ersten blau-weißen Bewährungsprobe, nachdem Sportchef Fredi Bobic den Kader ausgemistet hat.
So will Hertha spielen: Schwolow – Gechter, Stark, Dardai – Zeefuik, Ascacibar, Tousart, Plattenhardt – Serdar, Ekkelenkamp – Selke
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