Herthas Sportchef äußerte sich zum bevorstehenden Wechsel von Abwehr-Juwel Luca Netz im Trainingslager in Leogang. City-Press

Dieser Abgang schmerzt allen Hertha-Fans! Abwehr-Juwel Luca Netz steht unmittelbar vor einem Wechsel zu Borussia Mönchengladbach. Auch der blau-weiße Sportchef Fredi Bobic kann die Beweggründe des erst 18 Jahre alten Linksverteidigers nicht ganz nachvollziehen. Aber immerhin winkt Hertha ein Geldregen.

„Wir haben alles versucht, ihm ein neuen Vertrag zu geben“, erklärt Bobic und stellt klar: „Es ist schade, wenn der junge Bursche geht. Wir haben ihm ein sehr ordentliches Angebot gemacht und alles versucht, ihm ein neuen Vertrag zu geben. Wir können aber als Verein nicht alles rechtfertigen. Es gibt Grenzen.“

Bobic bezweifelt das Luca Netz’ Wechsel sportliche Gründe hat

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Noch dabei, aber bereit, seine Sachen zu packen: Luca Netz steht vor einem Wechsel von Hertha BSC zu Borussia Mönchengladbach.

Angeblich verspricht sich Netz am Niederrhein eine größere Aussicht auf Einsatzzeiten. Bei Hertha hat er mit Marvin Plattenhardt und Maximilian Mittelstädt zwar zwei Konkurrenten auf der linken Abwehrseite. Dennoch kam Netz in der vergangenen Saison sowohl unter Ex-Trainer Bruno Labbadia als auch unter Pal Dardai bereits zum Zug. In Gladbach spielte jüngst auf Netz’ Position der derzeit verletze Ramy Bensebaini (26) groß auf. 

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Auch deswegen bezweifelt Bobic genau wie viele Fans in den blau-weißen Foren, dass beim gebürtigen Berliner rein sportliche Gründe den Ausschlag gegeben haben: „Die Spielzeit hätte er auch bei uns bekommen.“ Bobic weiter: „Das wird manchmal vorgeschoben. Ich habe so viele kommen und gehen sehen. Man muss es einfach akzeptieren.“

Noch ist der Wechsel nicht fix, noch weilt Netz mit Hertha BSC im Trainingslager im österreichischen Leogang. Doch eine Verkündung ist nur noch eine Frage der Zeit. Bobic: „Es geht in die Richtung. Wir wünschen ihm alles Gute.“

Geldregen kein Trostpflaster für Hertha-Fans 

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In Stuttgart (1:1) erzielte Luca Netz sein erstes Bundesliga-Tor und löste damit Prince Boateng (34) als jüngsten Hertha-Torschützen ab.

Heißt: Besteht Netz nach zwei Fußbrüchen innerhalb des letzten Jahres den Medizincheck, ist die Sache durch. Immerhin kassiert Hertha dann ordentlich ab. Die Ablöse für Netz soll rund vier Millionen Euro betragen – noch nie war ein Talent, das nicht älter als 18 war, ligaintern teurer. Außerdem sicherte sich Hertha dem Vernehmen nach eine Beteiligung bei einem Weiterverkauf.

Trotzdem: Für viele Fans ist der Geldregen nur ein kleines Trostpflaster. Dass eins der größten Talente im Hertha-Kader, Netz gewann 2020 für seine starken Leistungen im Nachwuchsbereich die Fritz-Walter-Medaille in Bronze, dem Klub bereits so früh den Rücken kehrt, macht viele traurig.

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