So eng werden Anhänger noch nicht zusammenstehen dürfen, aber immerhin winkt einigen Hertha-Fans wieder die Rückkehr ins Stadion. Foto: Imago Images

100 Seiten für 5000 Fans! Hertha BSC will schon zum ersten Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (25. September, 20.30 Uhr) endlich wieder Fans ins Stadion lassen. Damit der erste Schritt zurück zur Normalität gelingt, erstellten die Blau-Weißen ein aufwendiges Konzept.

Den Anfang machte RB Leipzig. Die Sachsen scherten aus, beantragten, beim ersten Saisonspiel gegen Mainz erstmals wieder vor Zuschauern spielen zu dürfen. Das zuständige Gesundheitsamt gab grünes Licht, 8400 Fans (20 Prozent der Stadionkapazität) dürfen wieder rein. 

In Berlin sind Veranstaltungen im Freien bis Jahresende mit maximal 5000 Zuschauern erlaubt – sofern alle Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Hertha will zwar noch die Tagung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) am Donnerstag abwarten. Doch eine einheitliche Regelung aller 36 Profiklubs wird es nicht geben. Das Ende der Geisterspiele naht.

Hertha machte seine Hausaufgaben still und leise, präsentierte den Behörden bereits ein 100 Seiten starkes Konzept. Klar ist: Die DFL-Corona-Gebote (keine Stehplätze, Alkoholverbot etc.) gelten weiterhin. Wahrscheinlich wird auch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtend. Auch genaue Einlass-Zeitfenster pro Block sind möglich, damit es zu keinem Gedränge kommt und die Anzahl der Kontaktpersonen möglichst gering bleibt.

Doch wer sind die Glücklichen? Klar ist: Karten im freien Verkauf wird es nicht geben. Hertha wird wohl auf ein Losverfahren setzen, Mitglieder (37.500), ehemalige Dauerkartenbesitzer (20.000) und die organisierte Fanszene dürfen sich bewerben. Einzige Voraussetzung: Man muss wohl in Berlin oder Brandenburg wohnhaft sein.

Und: Knackpunkt bleibt das regionale Infektionsgeschehen. Sollten die Zahlen in Berlin wieder deutlich steigen, wackelt auch Herthas Fan-Rückkehr.