Matheus Cunha überzeugte bei Atlético Madrid zuletzt und bringt Hertha nach seinem Wechsel noch mal zusätzliche Millionen ein. Imago

Atlético Madrid hat das Ticket für die Champions League im kommenden Jahr endlich in der Tasche. Ex-Hertha-Star Matheus Cunha (22) stellte mit seinem Führungstor beim 2:0-Sieg in Elche die Weichen für die entscheidenden drei Punkte, die Atlético das Königsklassen-Ticket in Spaniens La Liga sicherten. Doch auch auf Herthas Geschäftsstelle wird gejubelt, denn Rekord-Verkauf Cunha bringt Hertha noch mal zusätzliche Millionen!

Hertha-Boss Fredi Bobic hatte vergangenen Sommer lange und vor allem hart verhandelt. 28 Millionen Euro legte Atlético als frisch gebackener spanischer Meister letztendlich auf den Tisch, um sich die Dienste des spielstarken Brasilianers zu sichern.

Matheus Cunha bringt Hertha noch mehr Millionen

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Matheus Cunha war bei Hertha der Dreh- und Angelpunkt in der Offensive. Für seinen Wechsel zu Atlético Madrid kassiert Hertha jetzt nochmals Millionen.

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Für Hertha ist Cunha, der eineinhalb Jahre zuvor für 18 Millionen Euro von RB Leipzig nach Berlin wechselte, bis heute der Rekordverkauf. Cunha löste den zwei Jahre zuvor an Inter Mailand (mittlerweile bei Benfica Lissabon) verkauften Flügelflitzer Valentino Lazaro ab, der Hertha satte 22,4 Mio. Euro einbrachte.

Doch nun wird es fast neun Monate nach dem Cunha-Transfer noch besser für Hertha: Bobic baute dem Vernehmen nach mehrere Zusatzklauseln in den Cunha-Deal mit Atlético ein. Ein Bonus von bis zu vier Millionen Euro soll fällig werden, wenn Atlético mit Cunha die Champions League erreicht. Das ist seit Mittwochabend und dem Sieg in Elche der Fall.

Hertha-Boss Fredi Bobic kann Geld gut gebrauchen

Damit steigt Cunhas Ablöse auf satte 32 Mio. Euro an. Und: Sollte der feine, aber oft sehr eigensinnige Techniker vor dem Ende seines Fünfjahresvetrags Madrid wieder verlassen, winken Hertha nochmals Millionen. Die Rede ist von zehn bis 15 Prozent der zukünftigen Transfersumme, die bei einem Weiterkauf Cunhas in der blau-weißen Klubkasse landen.

Während viele Hertha-Fans angesichts des Abstiegsfinales bei Borussia Dortmund Cunha, seinen Treffern und Torvorlagen hinterhertrauern, wird Bobic die Millionen für den angekündigten Umbruch im Kader zur neuen Saison gut gebrauchen können. Herthas Boss wurde nicht müde zu betonnen, dass der Klub trotz der vielen Kohle von 374-Millionen-Investor Lars Windhorst sparen muss. Dazu kommt derzeit, dass Bobic, wegen der unklaren Liga-Zugehörigkeit sowohl bei der Trainer-Wahl auch mit der Verpflichtung von neuen Spielern im Transferstau steckt.

Für Cunha läuft es bei Atlético dagegen immer besser. Nach schwachem Start und einigen Verletzungen steuerte er in 27 Liga-Spielen sechs Tore und sechs Vorlagen bei – und wurde zum Lohn ein halbes Jahr vor der WM in Katar erneut für die brasilianische Nationalmannschaft nominiert.

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