Hertha-Investor Lars Windhorst (r.) zeigt sich offen für Gespräche mit dem neuen Hertha-Präsidenten Kay Bernstein.
Hertha-Investor Lars Windhorst (r.) zeigt sich offen für Gespräche mit dem neuen Hertha-Präsidenten Kay Bernstein. dpa/Britta Pedersen, dpa/Soeren Stache

Sein Name ist bei Hertha BSC omnipräsent. Und daran wird sich auch nach der Wahl von Kay Bernstein (41) zum neuen Präsidenten nichts ändern. Investor und Hertha-Mitglied Lars Windhorst (45) war bei der Mitgliederversammlung vor Ort. Sein Favorit auf die Nachfolge von Ex-Präsident Werner Gegenbauer soll Bernsteins Gegenkandidat Frank Steffel gewesen sein. Dennoch blickt Windhorst positiv in die blau-weiße Zukunft.

Live vor Ort in der Messe- und Kongresshalle CityCube lauschte Windhorst vor der Wahl den Bewerbungsreden der drei Kandidaten. Mit dem Ergebnis des Mitgliedervotings zeigte sich der Finanzjongleur, der über seine Firma 64,7 Prozent der Anteile an Hertha BSC GmbH & Co. KGaA (nicht am Verein) hält, gegenüber dem kicker zufrieden.

Windhorst: „Ich beglückwünsche Kay Bernstein zu seiner Wahl. Mit Interesse habe ich gehört, was er und Fabian Drescher (neuer Vize-Präsident, d. Red.) zur zukünftigen Zusammenarbeit mit dem Gesellschafter gesagt haben.“

Hertha BSC: Bernstein will sich mit Windhorst abstimmen

Bernstein und Drescher haben zuvor für einen „wirklichen Neustart“ und „Burgfrieden“ geworben, auch mit Windhorst. Während Drescher erklärte: „Im Verhältnis zu unserem Investor Lars Windhorst sollten in Zukunft ruhigere Töne angeschlagen werden“, forderte Bernstein: „Mit Lars Windhorst hinsetzen, Vertrauen aufbauen, abstimmen.“

Finanz-Boss Ingo Schiller, Geschäftsführer Thomas Herrich und Sportchef Fredi Bobic (v. l.) beglückwünschen Kay Bernstein zur Wahl zum neuen Hertha-Präsidenten.
City-Press/Jan-Philipp Burmann
Finanz-Boss Ingo Schiller, Geschäftsführer Thomas Herrich und Sportchef Fredi Bobic (v. l.) beglückwünschen Kay Bernstein zur Wahl zum neuen Hertha-Präsidenten.

Zur Erinnerung: Zwischen Bernstein-Vorgänger Gegenbauer und Windhorst war es zu Unstimmigkeiten, bisweilen zu einer Schlammschlacht gekommen. Windhorst hatte Herthas Ex-Präsidenten unter anderem „Seilschaften“ und „Klüngelei“ vorgeworfen und sich offen für dessen Rücktritt ausgesprochen.

Hertha BSC: Lars Windhorst stellt frische Millionen in Aussicht

Jetzt ist Werner Gegenbauer Geschichte. Die Gegenwart und die Zukunft bei Hertha BSC heißt seit Sonntag und für mindestens zwei Jahre Kay Bernstein, mit dem sich Windhorst vor der Abstimmung genauso austauschte wie mit Gegenkandidat Steffel.

Gegenüber dem kicker zeigt sich Windhorst, der den Saal nach der Wahl von Vize-Präsident Drescher (zuvor seit 2016 Beisitzer im Präsidium) vorzeitig verlassen haben soll und somit wohl nicht mehr über die Beisitzer-Wahl im Präsidium abstimmte, offen für Gespräche mit Bernstein und dem neuen Präsidium  – auch was eine weitere Finanzspritze betrifft: „Wir gehen offen und ohne jeden Vorbehalt in die kommenden Gespräche. Es kann ja nur besser als früher werden.“

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