Trainer Daniel Farke hat überlegt und dann beim FK Krasnodar in Russland gekündigt. Ex-Hertha-Stürmer Jhon Cordoba könnte folgen. AFP, imago

Richtig so! Jetzt bekommen es auch die russischen Fußballklubs zu spüren. Kaum ein ausländischer Sportler will mehr in einem Land arbeiten, das einen Kriegsverbrecher als Präsidenten hat. Mittwoch kündigte der deutsche Trainer Daniel Farke (45) seinen Job beim Erstligisten FK Krasnodar. Auch Ex-Herthaner Jhon Cordoba könnte bald gehen.

Farke schmiss mit seinem Trainer-Team nach nur sieben Wochen wieder hin, bevor er überhaupt ein Pflichtspiel für Krasnodar gemacht hatte. „Die derzeitige politische Entwicklung und die damit verbundene Bitte unserer Kinder, Ehefrauen, Familien und Freunde, nach Hause zu kommen sowie das Wegbrechen aller sportlicher Perspektiven, führte nun zu diesem wohlüberlegten Entschluss“, erklärte Farke.

Farke: „Ernst des Lebens hat uns eingeholt“

Mitte November 2021 wurde er beim englischen Erstligisten Norwich City entlassen, dann heuerte er im Januar beim Russen-Klub an, unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024. Alles vorbei!

Der Fußballlehrer weiter: „Es ist uns sehr schwer gefallen, denn wir sind vom ersten Tag an sehr warmherzig empfangen worden. Wir haben in kürzester Zeit eine großartige Gemeinschaft mit unterschiedlichen Nationalitäten gebildet. Mit Freude und Spaß. Der Ernst des Lebens hat uns nun leider eingeholt.“

Jhon Cordoba bekommt in Russland Hilfe

Jhon Cordoba jubelte oft im Krasnodar-Trikot. Ober er weiter in Russland spielen wird, ist offen. imago

So ergeht es auch Stürmer Cordoba gerade, der im Sommer 2021 für rund 20 Millionen Euro Ablöse von Hertha zum FK Krasnodar wechselte. Der Kolumbianer dürfte wegen der Sanktionspolitik als Arbeitnehmer Russland sofort verlassen.

Die internationale Spielergewerkschaft FifPro bemüht sich gerade darum, dass sämtliche ausländischen Profis ihre Verträge bei ihren russischen Klubs sofort auflösen können. Problem ist nur: Dann würde Cordoba vertragslos sein und damit ablösefrei. Ob da Krasnodar so mitmacht? Schließlich hat der Klub 20 Millionen Euro für den Angreifer gezahlt.

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