Das Olympiastadion erstrahlte bei Unions Europa-Abenden in Rot. Für Hertha-Fans eine ganz bittere Erfahrung.
Das Olympiastadion erstrahlte bei Unions Europa-Abenden in Rot. Für Hertha-Fans eine ganz bittere Erfahrung. imago images/Koch

Der 1. FC Union spielt in der Europa League in seinem Stadion Alte Försterei. Da freuen sich nicht nur die Eisernen drüber, Hertha BSC jubelt noch viel mehr. Der Lokalrivale nicht wieder im eigenen Wohnzimmer, dem Olympiastadion. Es gibt keine Fortsetzung dieser Demütigung aus der vergangenen Saison.

Die blau-weißen Fans sind Leiden mit ihrem Verein gewöhnt. Doch was sich vergangene Saison neben dem sportlichen Versagen des Teams für die Hertha-Anhänger abspielte, war echte Folter. Seit Jahren träumt man von Europa-Nächten. Union bekam sie völlig verdient in der Conference League- im Olympiastadion.

Stolze eiserne Fangesänge mitten in Charlottenburg - im eigenen Revier. Dazu wurde das Dach des Stadions rot beleuchtet, statt blau. Da blutete das Herthaner-Herz und viele fragten sich: „Was ist eigentlich die dunklere Erfahrung - der Tabellenkeller oder die Besetzung der Betonschüssel durch Union?“

Jetzt sind auch die unangenehmen Trainingseinheiten am Nachmittag für die Profis auf dem Schenckendorffplatz weg. Auch für die Hertha-Spieler war jeder Pass eine Qual, wenn sie vor Unions Europa-Abenden aus 300 Meter Luftlinie entfernt den Soundcheck der Stadionlautsprecher hören mussten und den quälenden Gedanken hatten: „Warum die und nicht wir?“ Distanz kann nervenschonend sein. Die Försterei ist so schön weit entfernt.

Neben all den Emotionen gibt es aber auch einen ganz praktischen Vorteil: Der fast immer gruselige Rasen wird nicht in der Woche zusätzlich zum Acker verwandelt. Vielleicht ist ein Austausch des Rollgrüns in der kommenden Saison ja nur zwei mal notwendig...

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