Jean-Paul Boetius wechselte im Sommer aus Mainz zu Hertha BSC und muss sich jetzt wegen eines Hodenkrebses operieren lassen.
Jean-Paul Boetius wechselte im Sommer aus Mainz zu Hertha BSC und muss sich jetzt wegen eines Hodenkrebses operieren lassen. Imago/Matthias Koch

Das kann ja wohl nicht wahr sein! Hertha BSC muss innerhalb kürzester Zeit die zweite Krebserkrankung bei einem Profi verkraften. Nach Marco Richter (24) wurde nun auch bei Jean-Paul Boëtius (28) ein Tumor im Hoden entdeckt. Der Mittelfeldmann muss sich einer OP unterziehen und fällt vorerst auf unbestimmte Zeit aus. Der Niederländer ist damit innerhalb kürzester Zeit bereits der vierte Bundesligaprofi, der an Hodenkrebs erkrankt ist.

 „So bitter diese Nachricht im ersten Moment auch ist, wir sind voller Hoffnung und Zuversicht, dass Jean-Paul wieder gesund wird und schnellstmöglich in unseren Kreis zurückkehrt“, erklärt Hertha-Boss Fredi Bobic. Der Tumor sei bei einer urologischen Untersuchung am Mittwoch diagnostiziert worden. Boetius soll bereits am Freitag operiert werden.

Hertha BSC: Auch Jean-Paul Boetius an Hodenkrebs erkrankt

Bobic bekräftigt, dass die gesamte Hertha-Familie wie schon bei Boetius Teamkollegen Richter, der ebenfalls operiert werden musste, aber sich anders als Unions Timo Baumgartl (26) und Dortmunds Sebastién Haller (28) keiner Chemotherapie unterziehen musste und bereits ein märchenhaftes Comeback in der Bundesliga mit zwei Toren feiern durfte, Boetius beistehen wird. Bobic: „Bis zu seiner Rückkehr bekommt er von uns jede erdenkliche Unterstützung. Wir werden als Hertha-Familie eng zusammenstehen und wünschen ihm nur das Beste.“

Neben Boetius Mannschaftskameraden Richter macht auch der Heilungsverlauf von Timo Baumgartl Hoffnung. Der Abwehrmann des 1. FC Union musste sich zwar wie bereits erwähnt einer Chemotherapie unterziehen, kehrte aber dennoch bereits drei Monate später ins Teamtraining zurück und feierte jüngst ein emotionales Comeback. 

Jean-Paul Boetius: Hertha bittet um Ruhe

Hertha teilte weiter mit, dass der Klub sich zum Heilungsverlauf äußern wird, sobald es weitere Erkenntnisse gibt. Bis dahin bittet Hertha vor Rückfragen aus Respekt vor der Privatsphäre des erst im Sommer aus Mainz ablösefrei geholten Spielmachers abzusehen.

Sein ehemaliger Verein und viele weitere, darunter Union und Borussia Dortmund, sendeten Boetius in den Sozialen Netzwerken Genesungswünsche. Hertha-Präsident Kay Bernstein schrieb bei Twitter: „Wenn das Gehirn nicht glauben will, was die Ohren hören. Familie ist immer bei Dir! Positiv denken, das Beste hoffen, kämpfen und schnell gesund werden!“

Der KURIER drückt Jean-Paul Boetius fest die Daumen und wünscht schnelle Genesung!

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