Christian Gross ist seit Sonntag Schalke-Trainer und versucht zu retten, was zu retten ist. Foto: dpa

Neues vom Krisenklub, Neues von Herthas nächstem Gegner Schalke 04. Da klappte Sonntag nicht mal die pünktliche Verkündung des neuen Trainers Christian Gross aus der Schweiz.

Als die königsblauen Spieler am Sonntagvormittag zum Corona-Test und der anschließenden ersten internen Trainingseinheit auf das Vereinsgelände kamen, war vom neuen Coach, dem vierten nach David Wagner, Manuel Baum und Huub Stevens, noch nichts zu sehen.

Erst um 15 Uhr lud Schalke zu einer Pressekonferenz um 17.30 Uhr ein. Dort wurde dann Gross präsentiert. Der Schweizer soll nun das Himmelfahrtskommando beim Chaosklub übernehmen, der bisher nur vier Punkte aus 13 Spielen holen konnte. Gross gilt als harter Hund, ein Arbeiter, der dem Team die im Abstiegskampf so dringenden Tugenden wie Kampf, Leidenschaft und Emotionen bringen soll. Gross: „Die Ansprache an die Spieler ist das Wichtigste. Sie brauchen Zuversicht. Es gibt viel zu tun, lassen Sie mich es anpacken. Die Spieler müssen mutiger werden.“ Das haben auch schon seine Vorgänger gesagt.

Wenn die Knappen den Klassenerhalt nicht schaffen, wird es auch Sportvorstand Jochen Schneider eng. Doch das könnte im Mai nur noch eine Randerscheinung sein, denn selbst die Lizenz für die Zweite Liga ist nicht sicher, weil Schalke mit 200 Millionen Euro verschuldet ist.