Eindhoven-Trainer Roger Schmidt wird nicht neuer Cheftrainer bei Hertha BSC, sondern heuert lieber bei Benfica Lissabon an. Foto: Imago

Ex-Hertha-Manager Michael Preetz buhlte um ihn, Nachfolger und Sportchef Fredi Bobic hatte ihn zumindest auf dem Zettel. Doch Roger Schmidt wird nicht neuer Cheftrainer der Blau-Weißen in der kommenden Saison. Schmidt, aktuell mit PSV Eindhoven in Holland auf Titelkurs, zieht es zu Champions-League-Teilnehmer Benfica Lissabon. 

Medienberichten zufolge übernimmt Schmidt Portugals Rekordmeister ab Juli. Damit tritt er in die Fußstapfen von Trainer-Legende Jupp Heynckes, der vom 1. Juli 1999 bis 20. September 2000 Benfica coachte.

Edin Terzic und Niko Kovac werden bei Hertha gehandelt

Der 55-jährige Schmidt, der bereits 2020 bei Hertha hoch im Kurs stand, hatte Mitte Februar seinen Abschied bei der PSV Eindhoven zum Saisonende verkündet und war deswegen erneut bei den Blau-Weißen gehandelt worden. Schmidt winkte ab, will die Saison in den Niederlanden auf jeden Fall beenden.

Der Grund: PSV liegt in der Ehrendivision mit nur zwei Punkten Rückstand auf Ajax Amsterdam noch aussichtsreich im Meisterrennen. Außerdem stehen sich beide Klubs im Pokalfinale gegenüber. Und auch in der Europa Conference League ist noch alles möglich. Im Viertelfinale duelliert sich PSV mit Premier-League-Klub Leicester City.

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Roger Schmidt und Rio-Weltmeister Mario Götze wollen in dieser Saison mit Eindhoven noch Titel gewinnen.

Für Hertha BSC stellt sich, nachdem der heißeste Kandidat für die Magath-Nachfolge nun vom Markt ist, die Frage: Wen hat Bobic noch auf dem Zettel? Neben Dortmunds Edin Terzic (Technischer Direktor), der allerdings wenig Lust hat, den BVB zu verlassen, wird auch immer wieder Ex-Hertha-Profi Niko Kovac genannt.

Droht Hertha ein Korb von Niko Kovac?

Der Berliner wurde kurz vor Weihnachten in Monaco entlassen und gilt nicht erst seitdem als absolute Wunschlösung der Fans. Der Draht zwischen Bobic und Kovac ist kurz, seit sie erfolgreich bei Eintracht Frankfurt zusammenarbeiteten.

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Fredi Bobic als Manager und Niko Kovac als Cheftrainer gewannen gemeinsam mit Eintracht Frankfurt 2018 den DFB-Pokal.

Doch auch von Kovac droht Hertha den nächsten Korb zu kassieren. Bayerns Double-Gewinner von 2019 soll mit einem Verbleib in Frankreich liebäugeln und bei Olympique Lyon als Ersatz für Peter Bosz im Gespräch sein. Der einstige Serienmeister hinkt den Ansprüchen deutlich hinterher. Die Champions-League-Qualifikation ist derzeit als Tabellenneunter auf jeden Fall in weite Ferne gerückt.

Vielleicht für Kovac ein Argument pro Hertha. Klar ist aber: Solange Hertha den Klassenerhalt nicht sicher hat, wird kaum ein Trainer im Westend anheuern ...

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