Trainer Pal Dardai von Hertha BSC hat für eine ordentliche Saisonvorbereitung zu wenig Spieler im Kader. Foto: City-Press

Acht Abgänge im Sommer, aber mit Suat Serdar und Kevin-Prince Boateng kamen bisher nur zwei neue Spieler. Langsam wird Herthas Trainer Pal Dardai ungeduldig. Nach dem 1:1-Test gegen VfB Lübeck sagte er es noch höflich: „Es ist ein offenes Geheimnis, es muss was passieren. Wir haben Qualität abgegeben. Wir warten weiter. Wir werden noch Spieler kriegen.“

Sparflamme auch in Leogang

Sonntag startet Hertha ins zweite Trainingscamp ins österreichische Leogang. Eigentlich soll dort der taktische Feinschliff gemacht werden. Das geht aber nur auf ganz dünner Flamme. Die erhofften Neuzugänge in der Offensive, zwei Flügelstürmer und ein Mittelstürmer, sind noch nicht da.

Dazu können die EM-Fahrer Peter Pekarik (Slowakei), Vladimir Darida (Tschechien) und Dedryck Boyata (Belgien) noch nicht das volle Programm mitmachen, weil sie individuelle Konditionsarbeit machen müssen. Außerdem fehlen die Olympia-Fahrer Arne Meier, Jordan Torunarigha, Lucas Tousart (Frankreich) und Matheus Cunha (Brasilien), der aber sowieso den Klub am liebsten verlassen will.

Dardai hat in den vergangenen Wochen den Kader mit acht Nachwuchsspielern aufgefüllt, um überhaupt einigermaßen trainieren zu können. Jetzt nach dem Lübeck-Test sagt er: „Wenn man eine Statistik macht über die Spieler, die in der 2. Halbzeit auf dem Platz waren, dann müssen wir uns nicht wundern. Sie sind noch in der Ausbildung, es sind alles junge Spieler. Es war Ballbesitz bis zum Ballverlust und keine richtigen Abschlüsse.“

Dardai hat dabei schon das erste Pflichtspiel im Pokal in gut zwei Wochen beim Regionalligisten SV Meppen im Blick. „Das wird auch nichts anderes. Wir müssen einfach spielen, schneller spielen.“

Rüffel für Lukebakio

Die Talente können es noch nicht besser, doch Dodi Lukebakio sollte es eigentlich beherrschen. In der Personalnot versucht Dardai den Belgier nun als echten Mittelstürmer umzuschulen. Klappte gegen Lübeck fast gar nicht. Dardai knallhart ehrlich: „Pressing, Laufverhalten, da müssen wir noch mit ihm arbeiten. Wenn eine Flanke kommt, muss er auch im Strafraum sein. Dodi muss kämpfen, kratzen, das hat er nicht gemacht.“

Lukebakio soll deswegen auch verkauft werden. Doch vorher müssen erstmal neue Spieler her.

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