Herthas Prince Boateng und Unions Max Kruse lieferten sich schon vor der Saison einen kleinen Schlagabtausch – im Internet. Imago/Jan Huebner, Imago/Picture Point LE

Dieser Konter hat gesessen! Unions Starspieler Max Kruse antwortet Herthas Prince Boateng nach dessen Telefonstreich auf Instagram – und bekommt dafür sogar Applaus vom Lokalrivalen.

Was war passiert? Am Freitag meldete sich zunächst Boateng (34) aus dem blau-weißen Trainingslager in Neuruppin und tat so, als würde er einen Anruf aus Köpenick erhalten. Boateng: „Nein, ich bin nicht mehr da. Ich habe bei Hertha unterschrieben. Ich habe keine Lust, bei euch und bei Union zu spielen.“

Max Kruse kontert Prince Boatengs Telefonstreich

Keine 24 Stunden später lud Kruse (33), der Deutschland wohl bei den Olympischen Spielen in Tokio im Sommer vertritt, seinen Video-Konter hoch. Aus dem Mannschaftshotel in Bad Saarow, wo sich die Eisernen wiederum fit für die neue Saison machen, zeigte Kruse sein Handydisplay, auf dem angeblich Prince Boateng anrufen würde.

Unions Topscorer der vergangenen Runde foppte Boatengs Telefonstreich, konterte, indem er so tat, als hätte er Herthas verlorenen Sohn an der Strippe. Kruse mit breitem Grinsen im Gesicht: „Hallo Prince. Ach, du hast keine Lust bei Union zu spielen? Kein Problem, International ist eh nichts für die Blauen. Reingehauen.“

Koch
Unions Max Kruse schwitzt im Trainingslager in Bad Saarow, hatte aber zwischendurch noch Zeit für ein kleines Späßchen.

Lesen Sie auch: Transferpoker immer heißer: Hertha will direkt Knete für Omar Alderete >>

Eine klare Anspielung auf Unions bessere Saison. Während Hertha in letzter Sekunde dem Abstieg in die Zweite Liga von der Schippe sprang, qualifizierten sich die Eisernen dank Platz sieben in der vergangenen Spielzeit sogar für die neu gegründete Europa Conference League  – und tragen die Europa-Spiele pikanterweise in Herthas Wohnzimmer im Olympiastadion aus.

Herthas Boateng mit Kampfansage an den 1. FC Union 

Zuvor hatte Prince Boateng bei seiner Vorstellung bereits mächtig getrommelt – und aus seiner Sicht klargemacht, wer in Berlin die Nummer eins ist. Boatengs Kampfansage an den Rivalen aus Köpenick: „Wir werden daran arbeiten, dass diese Stadt komplett hinter dem Verein steht – und nur hinter diesem Verein.“

Lesen Sie auch: Prince Boateng kritisiert Ex-Manager Michael Preetz und bringt bei Hertha Messi ins Spiel >>

City-Press
Prince Boateng gönnt sich in Herthas Trainingslager in Neuruppin eine kurze Pause und hat trotz der intensiven Einheiten die gute Laune nicht verloren.

Sorgen, dass dort ein neuer Konflikt brodelt muss sich aber keiner machen. Prince nahm den Kruse-Konter mit Humor, teilte dessen Streich und applaudierte.

Rein sportlich duellieren sich Kruse und Boateng übrigens erst am 12. Spieltag, wenn rund um das Wochenende um den 20. November das Derby zwischen dem 1. FC Union und Hertha BSC im Stadion An der Alten Försterei steigt.

Lesen Sie auch: Herthas Arne Maier reist zu Olympia: Goldig ist es nur für Deutschland >>