Lars Windhorsts 374-Millionen-Hertha-Investment wird von vielen Klubs kritisch beäugt.   Foto: dpa

Spricht da der Neid? Eintracht Frankfurts scheidender Aufsichtsrat-Boss Wolfgang Steubing (70) sieht den Einstieg von Herthas 374-Millionen-Investor Lars Windhorst (43) kritisch und kann sich ein solches Modell am Main nicht vorstellen: „Wir brauchen Investoren, die die DNA der Eintracht verinnerlicht haben, verlässlich sind und sehr lange unsere Fahne hochhalten.“ Klingt so, als würde er Windhorst diese Eigenschaften absprechen. Dabei hatte der Unternehmer stets betont, dass sein blau-weißes Engagement langfristig angelegt sei.

Eine Abschaffung der 50+1-Regel, für die sich Bayern Ehrenpräsident Uli Hoeneß (68) erneut aussprach, um Investoren die Übernahme von Klubs zu ermöglichen, steht für Steubing überhaupt nicht zur Diskussion. Die SGE müsse weiter das Sagen haben und kein Investor: „Wenn andere Vereine sich für eine Außenfinanzierung entscheiden, machen sie das eben. Das ist stillschweigend akzeptiert.“ Ähnlich sei es beim Financial Fair Play: „Da wird nicht hingeschaut. Jetzt wird dem Scheich von Manchester City sogar die Strafe von 30 auf 10 Millionen Euro reduziert.“