Vladimir Darida trägt nach dem 1:1 den Ball zum Anstoßpunkt. Sein Gesicht sieht genauso ratlos aus wie das von Santiago Ascacibar. Foto: Imago Images/Räppold/Koch

Die Aufgabe war klar: Hertha BSC musste dieses Heimspiel gegen Bochum gewinnen. Ein Pflichtsieg! Herauskam ein 1:1, das eine gefühlte Niederlage ist. Es sieht alles so tragisch schicksalshaft aus, was die Blau-Weißen spielen.

Eine dominante, gute erste Halbzeit mit einer 1:0-Führung einfach so durch eigentlich den einzigen Fehler in der Defensive in 90 Minuten verschenkt. Der Fußballgott meinte es nicht gut mit den Blau-Weißen. Wenn Hertha spielt, nistet sich das Pech ein. Das Tor von Bochums Sebastian Polter ist ein Wink mit dem Zaunpfahl.

Doch das noch Erschreckende war, dass dieser Gegentreffer wieder so viel Wirkung bei den blau-weißen Profis zeigte. Der Spielfluss war weg. Hertha bleibt eine emotional fragile Truppe, die sich gerade Stück für Stück, aber viel zu langsam, zu einer Mannschaft zusammenbildet. Die Zeit und die Punkte rennen gerade weg.

Vier Partien in der Rückrunde, davon drei Heimspiele und nur zwei Zähler geholt. Die nächste Chance auf einen Dreier gibt es nächsten Sonnabend beim Tabellenletzten Fürth. Auch das ist ein Pflichtsieg. Denn danach folgen drei Hammerpartien gegen Leipzig, in Freiburg und gegen Frankfurt. Hertha, das riecht alles so bitter nach Abstieg.

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