Pal Dardai soll Hertha aus der Krise führen. Fotos: imago images/Sebastian Wells, City-Press

Jetzt ist es fix! Pal Dardai ist nach anderthalb Jahren wieder Cheftrainer bei Hertha BSC. Das bestätigte der Bundesligist am frühen Montagnachmittag. Zuvor hatte bereits der Kicker über die Personalrochade berichtet, nach Dardai, der zuletzt die U16 des Vereins trainierte, den bisherigen U23-Coach Andreas „Zecke“ Neuendorf als Assistenten an die Seite gestellt bekommt. Beide gelten als Fanlieblinge in der Hauptstadt. Dardais Vertrag als Profi-Coach gilt bis 2022.

Wird wieder Chef-Trainer: Pal Dardai Foto: imago images/Sebastian Wells

Mit Neuendorf und Dardai sind drei ehemalige Hertha-Profis in sportlich entscheidenden Positionen: Nach der Trennung von Michael Preetz als Sport-Geschäftsführer war am Sonntag bereits Arne Friedrich als Sportdirektor mit dessen Aufgaben betraut worden. Der mittlerweile 41 Jahre alte ehemalige Nationalspieler bestritt 281 Spiele für Blau-Weiß - so viele wie für keinen anderen Club.

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Rekordspieler Dardai (286 Bundesliga-Spiele) würde auf Bruno Labbadia folgen, von dem sich die Hertha am Sonntag getrennt hatte. Auch für Labbadias Trainer-Team ging es nicht mehr weiter, so dass der Posten des Assistenten ebenfalls frei wurde. Hertha-Geschäftsführer Carsten Schmidt hatte Dardai am Sonntag als einen möglichen Kandidaten bezeichnet.

Statt in Reichweite zu den internationalen Rängen, liegt der Club aus Charlottenburg nur auf dem 14. Tabellenplatz nach 18 Spielen. Zum Rückrundenauftakt hatte Hertha am Samstag im Olympiastadion eine 1:4-Niederlage gegen den SV Werder Bremen kassiert.

Andreas Neuendorf soll Co-Trainer werden. Foto:  City Press/Burmann

Für Dardai ist es eine Rückkehr auf den Posten des Cheftrainers. Der 44 Jahre alte Ungar arbeitete von Februar 2015 bis Ende Juni 2019 schon einmal als hauptverantwortlicher Trainer bei der Hertha. Als Spieler war er 14 Jahre für die Profis im Einsatz gewesen.

Neuendorf hatte als Spieler mehrfach bei der Hertha angeheuert. Der Berliner hatte seine Karriere im Sommer 2014 beendet. Ein Jahr später begann er bereits seine Arbeit als Nachwuchs-Trainer bei den Berlinern.

Als möglicher Nachfolger für Labbadia - und womöglich auch Preetz - wurde auch Ralf Rangnick gehandelt. Der ehemalige Macher von RB Leipzig ist derzeit vereinslos. Der 62-Jährige hatte sich am Sonntag nicht an den Spekulationen beteiligen wollen.