Boatengs Botschaft: Mitten auf der Brust ließ sich Kevin-Prince die Hertha-Fahne tätowieren.  City-Press

Das geht unter die Haut! Kevin-Prince Boateng, Herthas verlorener Sohn, ließ sich unmittelbar vor seiner Rückkehr die blau-weiße Fahne mittig auf die Brust tätowieren. Und auch sonst trägt der weltberühmte Mittelfeld-Star dick auf. Boateng will Berlin im Sturm zurückerobern. Vorhang auf für die große Prinzenshow! 

Tottenham Hotspur, Borussia Dortmund, AC Mailand und sogar für den großen FC Barcelona schnürte Boateng seine Fußballschuhe. Doch kein Klub der Welt bewegt den Berliner so sehr wie Hertha BSC. 

Wieviel ihm die Rückkehr 14 Jahre nach seinem Abschied bedeutet, dafür genügt ein kurzer Blick auf die Fotos seiner Vorstellung. Boateng strahlt in jede Kamera, grinst auf allen Bildern über beide Ohren. Ganz klar: Hier hat einer sein großes Glück gefunden und ist darüber stolz wie Bolle. Boateng: „Ich habe meine ganze Karriere diesem Verein zu verdanken. Das habe ich nie vergessen, Hertha war immer in meinem Herzen. Jetzt bin ich endlich zu Hause.“

Prince Boateng lässt sich Hertha-Fahne tätowieren

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Wieder vereint: Sportdirektor Arne Friedrich und Kevin-Prince Boateng spielten von 2005 bis 2007 zusammen bei Hertha BSC. 

Wenn der mittlerweile 34 Jahre alte Mittelfeldmann nur ansatzweise so spielt wie er fröhlich ist, dann bläst Hertha wie von Boss Carsten Schmidt angekündigt tatsächlich zur Attacke: „Wir wollen die größte Aufholjagd, die der deutsche und vielleicht der internationale Fußball je erlebt hat.“

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Mindestens so stark wie Schmidts Statement, ist Boateng erste blau-weiße Amtshandlung: Die Hertha-Fahne als Tattoo mitten auf der Brust. Zwar verewigte er alle Klubs, für die er aktiv war, auf seiner Haut. Aber so prominent wie die Hertha-Fahne ist kein Logo eines Klubs auf seinem Körper. Boateng: „Das hat verdammt weh getan, aber ist einfach ein Symbol meiner Verbundenheit zu Hertha. Es zeigt, dass dieser Verein und diese Stadt mein Zuhause sind.“ Donnerstag machte er schon mal eine Tour durch seinen Heimatkiez Wedding.

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Volltätowiert, aber für die Hertha-Fahne war natürlich noch Platz: Kevin-Prince Boateng zeigt stolz sein neustes Tattoo. 

Boatengs Botschaft an alle Hertha-Fans 

Auch deswegen jubelt Hertha-Sportchef Fredi Bobic über seinen eingefädelten Einjahres-Deal: „Das Gesamtpaket bei diesem Transfer stimmt absolut.“ Was Bobic meint: Boateng ist als geborener Anführer ein wichtiger Eckpfeiler, um die im Vorjahr verloren gegangene Hierarchie im Team wieder herzustellen. 

Doch es sind nicht nur Boatengs Führungsqualitäten und seine blau-weiße Identifikation. Der ehemalige ghanaische Nationalspieler soll Hertha auch sportlich weiterhelfen, selbst wenn er die vergangene Saison nur für den FC Monza in der Serie B, Italiens zweiter Liga spielte. Bobic: „Er hat es auch auf dem Rasen über viele Jahre auf höchstem Level bewiesen.“

Sorgen, dass Prince seine beeindruckende Karriere in seiner Heimat nur entspannt ausklingen lassen will, müssen sich die Fans nicht machen. Dass er es nochmal wissen will, unterstreicht der frühere Rüpel und heutige eloquente TV-Experte in einem aufwendig gedrehten Video, das er und Hertha BSC über die sozialen Medien veröffentlichten. Boatengs Botschaft: „Berlin verdient einen Fußballklub, der die Verantwortung übernimmt, die Kraft der gesamten Stadt zum Erfolg zu führen.“

Die große Prinzenshow kann beginnen!

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