Endlich wieder ausverkaufte Hütte: Hertha darf im Derby gegen Union im April das Olympiastadion wieder vollmachen. Imago

Der 1. FC Union reitet nach dem Sieg gegen St. Pauli auf der Pokal-Welle. Hertha hingegen steckt weiter im Tief, will am Sonnabend gegen Frankfurt (15.30 Uhr, Sky) den ersten Sieg nach acht Spielen und sich im Abstiegskampf endlich Luft verschaffen. Ein echtes Highlight steht dafür für beide Berliner Klubs bald an: Das Derby im April darf wieder vor 74.475 Zuschauern stattfinden.

Nur Union durfte gegen Hertha ausverkauft melden

So eine Berliner Fußball-Party gab es zuletzt vor neun (!) Jahren. Zum Zweitliga-Duell von Hertha und Union strömten im Jahr 2013 74.244 Fans an einem bitterkalten Rosenmontag ins Olympiastadion, sahen ein spannendes 2:2.

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Ex-Hertha-Star Ronny traf per Freistoß gegen den 1. FC Union zum 2:2 und setzte damit 2013 den Schlusspunkt auf ein fulminantes und ausverkauftes Derby.

Auch das erste Bundesliga-Derby zwischen den Eisernen und den Blau-Weißen war ausverkauft. Das Spiel fand allerdings in Köpenick statt. 22.012 Zuschauer kamen im November 2019 in die Alte Försterei.

Danach machte die Corona-Pandemie den Fans einen Strich durch die Derby-Rechnung. Zumindest Hertha. Während Union beim 2:0-Heimsieg der Eisernen in der Hinrunde der laufenden Saison erstmals während Corona „ausverkauft“ melden durfte, waren Fans bei den Derbys in Westend lange nicht zugelassen.

Zuletzt blieben 72.000 Plätze im Derby leer

Beim jüngsten Pokal-Spiel im Achtelfinale im Januar, das Union 3:2 im Olympiastadion gewann, durften immerhin wieder 2800 Zuschauer (davon 200 Union-Fans) dabei sein – knapp 72.000 Plätze blieben aber leer.

Letztmals ausverkauft war das Olympiastadion am 19. Januar 2020 beim Hertha-Heimspiel gegen den FC Bayern (0:4). Das wird sich im April ändern, wenn Union für das Rückspiel der aktuellen Spielzeit bei den Blau-Weißen aufschlägt.

Bürgermeisterin Giffey lockert Corona-Regeln

Der Grund: Die Corona-Beschränkungen (derzeit ist eine 75-prozentige Auslastung erlaubt, maximal aber 25.000 Zuschauer) sollen bis dahin wegfallen. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey verspricht: „Was Großveranstaltungen wie Fußballspiele angeht, werden sie ab dem 19. März ohne Zuschauer-Beschränkungen ablaufen. Davon können Sie ganz fest ausgehen.“

Heißt: Hertha darf gegen Union die Hütte endlich wieder vollmachen. Auch reichlich eiserner Anhang darf innerstädtisch reisen. Zehn Prozent, also knapp 7400 Karten, gehen an den Köpenicker Gästeblock. Fußball-Herz, was willst du mehr?

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