Sportdirektor Arne Friedrich (l.) und Manager Michael Preetz sitzen jetzt nicht mehr gemeinsam auf der Hertha-Bank. Foto: City-Press

Eine Hertha-Ära ist beendet! Nach 25 Jahren ist Michael Preetz (53) seinen Job im Verein los. Er nahm seine Entlassung als Manager mit Fassung auf, denn er hatte schon seit Monaten den Gegenwind im Verein gespürt.

Als Spieler wurde er Klub-Rekordtorschütze, als Manager wurde er Rekordeinkäufer von Spielern. 2009 übernahm er das Amt von Vorgänger Dieter Hoeneß. Erste Aufgabe war: Schulden abzubauen. Seine Bilanz als Verkäufer von Stars kann sich sehen lassen. Aber unter ihm stieg Hertha auch zweimal ab (2010 und 2012) und gleich wieder auf. Präsident Werner Gegenbauer, der stets zu Preetz hielt, senkte jetzt auch seinen Daumen und erklärte: „Michael Preetz hat den Verein in der Bundesliga etabliert, aber mit Blick auf die Entwicklung in der vergangenen wie der aktuellen Spielzeit sind wir zu dem Entschluss gekommen, diese Position für die Zukunft neu zu besetzen.“

Als die Millionen ab Sommer 2019 durch Investor Lars Windhorst flossen, wurden teure Spieler gekauft. Die Bilanz ist auf den ersten Blick eine Katastrophe. 17 Punkte aus 18 Spielen, Abstiegskampf statt Aussicht auf die Europa League. Auf den zweiten Blick war Preetz zuletzt ein Getriebener. Erfolg auf Knopfdruck, wie es sich vielleicht Windhorst wünscht,  gibt es nicht im Fußball. Der gefeuerte Manager bestand darauf, dass man Geduld haben muss, um eine erfolgreiche Mannschaft zu formen. Das war seit Monaten sein Plädoyer.

Er ist auch jetzt noch von der Qualität der Spieler überzeugt. Er glaubt an den entscheidenden Entwicklungsschritt in den nächsten Spielen. Doch den, wenn dieser so eintrifft, wird er nicht mehr auf der Bank erleben. Preetz geht mit Haltung und sagt: „Ich bin unendlich dankbar für die vielen Jahre, die ich für meinen Herzensverein Hertha BSC auf und neben dem Platz spielen und arbeiten durfte. Wir haben während dieser Zeit sehr große Schritte gemacht, der Verein zu werden, dem - und davon bin ich überzeugt – die Zukunft gehören wird.“ Preetz bleibt Herthaner und in der unmittelbaren Zukunft übernimmt Arne Friedrich erstmal seine Aufgaben.