Verlässt Hertha BSC mit sofortiger Wirkung: Sportdirektor Arne Friedrich. Imago

Hertha BSC kommt einfach nicht zur Ruhe! Die sportliche Talfahrt hält an, immer wieder brennt es an verschiedenen Ecken im Klub. Neuester Paukenschlag: Sportdirektor Arne Friedrich schmeißt bei Hertha BSC hin – und zwar sofort!

Erst vor wenigen Wochen hatte Friedrich angekündigt, seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bei Hertha BSC nicht zu verlängern. Die sofortige Trennung erklärt Friedrich am Montagabend so: „Aus verschiedenen Gründen ist in den vergangenen Monaten bei mir jedoch das Gefühl entstanden, dass mein Einfluss bei wichtigen sportlichen Entscheidungen nicht mehr ausreichend gegeben ist, um meinen Aufgaben als Sportdirektor gerecht zu werden.“

Friedrich: Wenig Einfluss unter Boss Bobic

Im vergangenen Oktober hatte bereits CEO Carsten Schmidt aus familiären Gründen sein Amt nach nicht mal einem Jahr niedergelegt. Nun verlässt Friedrich seine Familie: „Ich bin und bleibe Herthaner. Ich wünsche der Mannschaft und jedem, der sich in unserem Verein engagiert, dass sich der kurz- und mittelfristige Erfolg einstellt, den dieser Club und seine Menschen verdient haben.“

Hertha BSC: Bobic erklärt Friedrich-Trennung

Friedrich, einst unter Ex-Trainer Jürgen Klinsmann im Herbst 2019 als Performance Manager zurückgekehrt, trug in der vergangenen Krisensaison und nach dem Aus von Ex-Manager Michael Preetz kurzzeitig die sportliche Hauptverantwortung, rettete die Blau-Weißen nach der Corona-Quarantäne gemeinsam mit Ex-Trainer Pal Dardai vor dem Absturz in die Zweite Liga.

Sportchef Fredi Bobic übernahm im Sommer, sagte über Friedrich  „ein Sportdirektor mit seinen Fähigkeiten tut uns gut“ – und brachte gleich eine ganze Reihe an Personen mit, unter anderem auch Dirk Dufner als Kaderplaner. Im neuen Team fühlt sich Friedrich jetzt offenbar fehl am Platz.

Bobic, der mehr und mehr in Kritik gerät, bedankte sich beim einstigen Nationalspieler, erklärte: „Wir haben in einem offenen Gespräch nun gemeinsam festgestellt, dass es mit Blick auf die Planungen der kommenden Saison sinnvoller ist, die Zusammenarbeit bereits jetzt zu beenden.“

Was die sofortige Friedrich-Trennung für die noch laufende Horror-Saison bedeutet, wird sich zeigen.

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