Herthas Manager Michael Preetz sieht die Länderspiele mit erhöhter Corona-Ansteckungsgefahr als kritisch an.  Foto: City-Press

Die Antworten auf die zwei wichtigsten Fragen vorneweg: Ja, Hertha spielt Sonnabend trotz wachsender Pandemie gegen den VfB Stuttgart. Ja, es dürfen auch wieder rund 4000 Fans ins Olympiastadion, obwohl ganz Berlin zum Risikogebiet erklärt wurde. Doch wie lange für die Blau-Weißen und die gesamte Bundesliga noch ein Spielbetrieb möglich ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt keiner beantworten.

Das hängt vom verdammten Virus und den Entscheidungen der Politik ab. Manager Michael Preetz ist überzeugt: „Das Hygienekonzept der DFL und der Vereine funktioniert wunderbar. Ich hoffe, dass wir diese Saison spielen und beenden können.“ Und er sagt auch: „Wenn die Saison nicht zu Ende gespielt wird, wäre das für alle ein existenzielles Problem.“

Für den Manager ist eine ganz andere Diskussion notwendig. Nämlich die Sinnhaftigkeit der Länderspiele in Corona-Zeiten. „Natürlich ist das Reisen und Aufeinandertreffen mit Menschen, die auch noch aus unterschiedlichen Richtungen kommen, zusätzlich riskant. Insofern wird die nächste Länderspielpause sicherlich kritisch beäugt.“

Preetz will wie alle anderen Klubmanager auch, dass sich DFL, DFB, Uefa und Fifa noch einmal zusammensetzen und vielleicht die Länderspiele bei der sich ausbreitenden Pandemie im Herbst aussetzen. „Es wird nochmal über den Sinn der Abstellungsperiode im November diskutiert werden. Am Ende ist es so, dass die Vereine die Zeche bezahlen müssen für all das, was hier passiert,“ mahnt Preetz an.