Dedryck Boyata von Hertha BSC läuft zum Hertha-Training. Aber wie lange noch?
Dedryck Boyata von Hertha BSC läuft zum Hertha-Training. Aber wie lange noch? City-Press

Es gibt keine Blitzheilung des kranken Patienten Hertha BSC. Der Normalfall ist eingetreten: Die Blau-Weißen verlieren 1:3 im Derby beim cleveren 1. FC Union. Das Team von Trainer Sandro Schwarz ist weiter im Umbruch und bis zum Transferende in dreieinhalb Wochen werden sich noch ein paar Spieler verabschieden.

Seit Sonnabend ist einer wieder ganz heißer Wechselkandidat: Ex-Kapitän Dedryck Boyata (31). Der erfahrene Belgier war nicht mal mehr im Kader. Beim Pokal-Aus in Braunschweig war er nur noch der Notnagel, weil der neue Innenverteidiger  Filip Uremovic da noch an einem verhärteten Muskel litt. Boyata verschuldete in Braunschweig einen Elfer.

Jetzt spielte Kroate Uremovic und Boyata war ganz raus. Auf der Bank saßen die jungen Abwehr-Alternativen Marton Dardai und Linus Gechter. Schwarz: „Die Entscheidung hatte nichts mit dem Pokal zu tun. Sie hatte etwas mit der Trainingseindrücken zu tun. Wenn keine Verletzung vorliegt, ist es eine sportliche Entscheidung, die zu treffen ist. Die haben wir heute getroffen.“ Binde weg, Stammplatz weg, Bankplatz weg. Das ist nicht mal mehr ein Wink mit dem Zaunpfahl, sondern mit dem ganzen Zaun.

Auch wenn Boyata gerne bei Hertha bleiben möchte und sogar Angebote anderer Vereine bisher nicht annahm, wird er wohl keine Zukunft mehr bei den Blau-Weißen haben. Wer war sonst nicht im Kader? Da wären drei weitere Verkaufskandidaten: Stürmer Krzysztof Piatek und die Mittelfeldspieler Jurgen Ekkelenkamp und Maxi Mittelstädt. Die nächsten Wochen bleiben spannend - auf dem Platz und am Pokertisch.

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