Hertha-Trainer Pal Dardai hofft auf einen längeren Einsatz von Sami Khedira (r.) gegen Mönchengladbach. Foto:  Ottmar Winter

Sami Khedira (34) war für Hertha BSC in erst 173 von 720 möglichen Minuten eine Hilfe. Weil ein Einsatz des Rio-Weltmeisters im Duell gegen Borussia Mönchengladbach (Sonnabend, 15.30 Uhr) enorm wichtig wäre, erinnert sich Herthas Cheftrainer Pal Dardai, wie ihn einst sein Coach Lucien Favre aufs Feld lockte.

„Lucien hat mich damals gefragt: ,Pal, kannst du auch mit einem Bein?’“, erinnert Herthas Rekordspieler an seine aktive Zeit und fügt mit einem Schmunzeln an: „Dann musste ich Ja oder Nein sagen – und die Konsequenzen tragen.“

Ascacibar nicht gesperrt

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Und wie Favre damals bei ihm, wird auch Dardai Khedira fragen. „Wir haben noch nicht gesprochen. Aber er hat alle Einheiten in dieser Woche absolviert. Er ist gesund und hat keine Beschwerden“, sagt Dardai und macht damit Hoffnung, dass der Mittelfeldstratege gegen Gladbach dabei sein kann.

Beim 1:1 im Derby gegen den 1. FC Union fühlte sich Khedira noch nicht bereit für einen längeren Einsatz. Immerhin mischte er nach seinem Muskelfaserriss in der Wade und drei verpassten Spiele für die letzten elf Minuten in Köpenick wieder mit.

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Gegen Gladbach wäre ein deutlich längerer Einsatz enorm wichtig. Insbesondere, weil Hertha mit Vladimir Darida (Rotsperre) und Lucas Tousart (Gelbsperre) auf zwei zentrale Mittelfeldspieler verzichten muss.

Eine Halbzeit Minimum 

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Für ein wenig Entspannung sorgte der DFB, der das blau-weiße Horror-Szenario – eine weitere Sperre für Mittefeldmann Santiago Ascacibar – abwendete. Herthas giftiger Gaucho wurde für seinen Spruch in der 78. Minute gegen Unions Nico Schlotterbeck nicht nachträglich gesperrt, ein „krass sportwidriges Verhalten“ sah der Verband nicht.

Dennoch würde Khediras Ruhe am Ball und Erfahrung auf dem Platz Hertha immens guttun, um wieder Struktur in das eigene Spiele zu bekommen. „Ich glaube, eine Halbzeit muss möglich sein. Minimum“, erklärt Dardai.

Ob es wirklich so kommt, entscheidet allerdings die alte Favre-Methode: „Sami ist ein Musterprofi“, lobt Dardai und erklärt auch deswegen: „Er wird es zum Schluss entscheiden. Wenn er sagt, dass er kann, werde ich ihm vertrauen.“