Manager Fredi Bobic und Trainer Pal Dardai lassen sich nicht durch den Saisonfehlstart auseinander dividieren.  Foto: City-Press

1:2-Heimpleite gegen den SC Freiburg. Pfiffe von den Fans. Hertha BSC rückt den Abstiegsrängen noch näher - aber intern immer mehr zusammen. Die apokalyptischen Reiter, die die Trainerfrage stellen, wurden von Manager Fredi Bobic vom Ross gestoßen. Er gab Pal Dardai eine Jobgarantie. Der Coach verspricht im Gegenzug: „Bis Weihnachten haben wir 20 Punkte!“

14 Zähler sollen in den restlichen zehn Spielen der Hinrunde her. Im Umkehrschluss heißt das: Erst wenn das nicht mehr möglich ist, könnte Dardai abgelöst werden.

Schulterschluss zwischen Bobic und Dardai

Jetzt üben alle den Schulterschluss. Bobic und Dardai waren sich in der Spielanalyse völlig einig. Es gab Fortschritte in der Mannschaft, trotz der knappen Niederlage. „Wir haben eine Ergebniskrise. Das kann man sagen. Aber die Leistung der Spieler war in Ordnung“, so der Manager. Dardai: „Das hat Fredi gut ausgedrückt. Wir sprechen eine gemeinsame Sprache, arbeiten sehr vertrauensvoll miteinander. Ich spüre volle Rückendeckung.“

Alles nur Schönfärberei?

Nein! Was war gut an diesem Spiel, was macht Hoffnung? Stürmer Kris Piatek trifft nach seiner Verletzungspause (Fußgelenksbruch) wieder. Der Pole traf eiskalt als Joker zum 1:1. Die Spieler traten als Team auf, hielten sich an die taktischen Vorgaben, kämpften, fielen nicht nach dem 0:1-Rückstand auseinander. Alle Einwechselspieler brachten mehr Schwung.  Die Chemie zwischen Mannschaft und Trainer stimmt.

Was ist einfach nur Pech?

Die Blau-Weißen haben seit dem Saisonstart einfach zu viele Verletzte, besonders in der Abwehr. Jordan Torunarigha, zuletzt Kapitän Dedryck Boyata, jetzt wieder Marton Dardai. Es hat sich in der Hintermannschaft noch keine Stammformation einspielen können. Das bringt immer wieder Unsicherheit. Symptomatisch waren da beide Tore nach Ecken für Freiburg.  Die Personaldecke ist jetzt schon so eng, dass Hertha überlegt, das Testspiel am Donnerstag gegen Aue abzusagen.

Was muss überdacht werden?

Ganz klar: Die Rolle von Kevin-Prince Boateng (34). Trotz aller Führungsqualitäten, guter Übersicht und starker Pässe im Spielaufbau wird immer deutlicher, dass Boateng bei der Geschwindigkeit in der Bundesliga nicht mehr mithalten kann. So kann keine Dynamik im Mittelfeld entstehen. Dardai muss dort eine interne dauerhafte Alternative finden, sonst wird es sehr schwer mit den 20 Punkten in der Hinrunde...

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