Davie Selke meldet sich nach seiner Gehirnerschütterung fit fürs Wolfsburg-Spiel und macht damit Hertha-Trainer Pal Dardai glücklich. Imago

Beim 1:3-Saisonauftakt in Köln war Davie Selke nicht dabei. Der Stürmer hatte im Training eine Gehirnerschütterung erlitten. Jetzt hat sich der 26-Jährige erholt. Beim ersten Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (Sonnabend, 15.30 Uhr) ist er endlich dabei und erhält von Trainer Pal Dardai eine Motivationsspritze der besonderen Art.

Der Ungar lobt Selke seit Wochen für seinen Einsatz und Teamgeist, jetzt witzelt der Coach kumpelhaft: „Ja, Davie hat einen Dachschaden, aber einen sehr positiven! Er will unbedingt spielen. Darüber bin ich sehr froh.“

Dardai hofft, dass seine Rede fruchtet

Selke wird immer mehr zum Antreiber im blau-weißen Team und so einen Kerl braucht diese Mannschaft auch. Dardai: „Er marschiert, läuft, hält sich an die Taktik und nervt den Gegner. Er ist ein Mentalitätsmonster.“

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Gegen den Champions-League-Klub Wolfsburg darf es keinen Einbruch nach 30 Minuten wie bei der Pleite in Köln geben. Dardai hat die Spieler in einer Ansprache noch mal ermahnt: „Man versucht es als Trainer, hält eine Rede. Ich habe einiges zu den Spielern gesagt. Unser Fußball sieht schon viel besser aus als vergangene Saison. Doch wir müssen von Fußballmodus auf Kampfmodus umschalten. Das müssen sie lernen. Ich hoffe, die Rede war hart genug, aber auch nicht zu hart.“

Davie Selke soll gegen Wolfsburg treffen 

Für Selke, den 1,94-Meter Hünen, ist das eine Selbstverständlichkeit. Sein unbedingter Wille hat in Köln gefehlt. Dardai: „Für einige Experten und Sportwissenschaftler sieht es ja manchmal nicht so gut aus, wie sich Selke bewegt. Unwichtig, er hilft uns weiter! Wir brauchen ihn.“

Als Antreiber, vor allem aber als Torjäger. Beim 1:0-Pokalsieg bei Drittligist SV Meppen hat er geliefert und das goldene Tor geköpft. Gegen die Wölfe will er wieder zubeißen. Dardai: „Davie ist bereit!“

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