Maxi Mittelstädt ist wieder in Form und bereitete das 2:0 für Hertha BSC bei Eintracht Frankfurt mustergültig vor.  Imago

Die Erleichterung bei Hertha BSC ist nach dem 2:1-Sieg in Frankfurt spürbar. Endlich hat sich das Team von Trainer Pal Dardai für die harte Arbeit belohnt. Das gilt natürlich für das gesamte Team, besonders aber für Maximilian Mittelstädt.

Manch ein Hertha-Fan rieb sich in dieser Saison bereits mehrfach die Augen. Mittelstädt, unter Dardai in den Jahren zuvor stets ein Startelfkandidat auf der linken Seite, spielte bisher kaum eine Rolle. Lediglich bei der 0:5-Klatsche beim FC Bayern durfte der Berliner Blondschopf von Beginn an ran (Platzhirsch Marvin Plattenhardt fehlte verletzt) und sammelte – oh Wunder – keine Pluspunkte.

Mittelstädt flog aus Hertha-Kader 

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So wenige, dass er beim 2:1-Sieg gegen Fürth Ende September sogar aus dem Kader flog. Dardai verrät: „Vor ein paar Wochen habe ich ihn zu mir geholt. Da habe ich gesagt, bleib zuhause, denk ein bisschen nach, du kannst mehr. Das war eine Denkpause für Maxi.“

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Maxi Mittelstädt stand vor dem Frankfurt-Spiel bisher nur einmal in Herthas Startelf und ging beim 0:5 beim FC Bayern sang- und klanglos unter. 

Wie der Coach Mittelstädt wieder in die Spur brachte? Mit einem flammenden Appell an seine bereits gezeigten Leistungen kitzelte er den 24 Jahren alten Allrounder. Dardai in einem Vier-Augen-Gespräch zu Mittelstädt: „Du weißt, wir sind zusammen mit der U17 Deutscher Meister gewesen. Ich kenne dich, irgendetwas stimmt nicht bei dir gerade. Ich will meinen Maxi wieder sehen.“

Dardai-Denkpause hilft Mittelstädt 

Die Dardai-Denkpause fruchtete. Bereits beim 1:2 gegen Freiburg legte Mittelstädt nach seiner Einwechslung Stürmer Kris Piatek mit einer Flanke das zwischenzeitliche 1:1 auf. In Frankfurt bei seiner Startelf-Rückkehr wirkte Mittelstädt als Schienenspieler vor Linksverteidiger Plattenhardt wieder spritzig statt fahrig, sorgte so für viel Dampf auf der linken Außenbahn.

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Maxi Mittelstädt (4.v.r.) feierte mit seinen Mitspielern und den mitgereisten Hertha-Fans den Auswärtssieg in Frankfurt. 

Seine Leistung krönte er, als er Jurgen Ekkelenkamp mit einer scharfen, perfekt getimten flachen Hereingabe bediente, die Herthas Top-Joker nur noch zum 2:0 über die Linie drücken musste.

Entsprechend happy ist Dardai, dass sein Kniff gewirkt hat: „Gott sei Dank. Seit zwei Wochen sehe ich ihn wieder. Das ist schön.“

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