Scheinen weiter Gesprächsbedarf zu haben: Hertha-Präsident Kay Bernstein (42) und Manager Fredi Bobic (51).
Scheinen weiter Gesprächsbedarf zu haben: Hertha-Präsident Kay Bernstein (42) und Manager Fredi Bobic (51). MIS/imago

Au Backe! Soeben schien der drohende Krach zwischen Hertha-Präsident Kay Bernstein und Manager Fredi Bobic aus der Welt. Doch nun legt der Manager nach dem vermeintlichen Friedensgipfel nach und wird dabei so deutlich wie nie. „Dämlich“ und „Klappe halten“: Fredi Bobic knöpft sich seine Hertha vor!

Als hätte Hertha BSC nicht genug Probleme! Nach dem 1:3 in Bochum stehen die Blau-Weißen mit nur mageren 14 Punkten mal wieder auf einem direkten Abstiegsplatz. In nur wenigen Tagen könnte sich die ohnehin bereits bedrohliche Situation nochmals deutlich verschärfen, schließlich muss Hertha gegen den formstarken VfL Wolfsburg (Dienstag, 20.30 Uhr, Sky) und vier Tage später gegen den 1. FC Union ran.

Sportlich läuft es also alles andere als rund. Dazu brodelt es offenbar auch hinter den Kulissen weiter gewaltig. Auf die Frage, ob die Verhandlungen mit dem neuen Investor 777 Partners, der die Anteile von Lars Windhorst übernehmen will, „kurz vor dem Abschluss stehen“, platzte Bobic der Kragen. Der Manager wird auf der Pressekonferenz einen Tag vor dem Wolfsburg-Spiel deutlich: „Die Informationen, die gestreut werden, auch intern heraus, sind dämlich.“ Rums!

Fredi Bobic knöpft sich seine Hertha vor

Herthas Manager Fredi Bobic (l. ) und Präsident Kay Bernstein hatten sich beim Abendessen ausgesprochen. Dachte man.
Herthas Manager Fredi Bobic (l. ) und Präsident Kay Bernstein hatten sich beim Abendessen ausgesprochen. Dachte man. dpa/Stache

Darauf folgt eine kurze Verschnaufpause, dann knöpft sich Bobic seine Hertha vor und erklärt über den möglichen Deal mit 777 Partners: „Man muss erst mal gucken, dass man wirklich den letzten Schritt macht. Die Überzeugung ist groß, dass man aufeinander zugeht und dass wir sehr weit in den Gesprächen sind. Aber da sind noch einige Schritte zu machen. Deswegen wundern mich die ganzen Informationen, die ich lese. Und die eine oder andere stimmt sogar. Da muss der Verein endlich mal die Klappe halten.“ Rums!

Den Namen Bernstein nimmt Bobic dabei natürlich nicht in den Mund. Der Hertha-Präsident und Nachfolger von Werner Gegenbauer hatte jüngst über den potenziellen neuen Investor gesagt: „Das ist eher eine Frage von Wochen und nicht Monaten, bis alles unterschrieben ist. Windhorst ist sich über den Verkauf der Anteile mit 777 einig. Und wir sind mit 777 auf der Zielgeraden, um da auch einig zu werden.“

Hertha-Manager Bobic sauer: Erst die DFB-Debatte, nun der Deal mit 777 Partners

Pikant: Es ist nicht der erste Rüffel Bobics in Richtung Bernstein. Bereits im Trainingslager in Florida kritisierte er die eigenen Reihen und kündigte ein Vieraugengespräch an.

Hintergrund war die DFB-Debatte um Bobic als Nachfolger von Oliver Bierhoff. Nachdem Bobic zuerst auf die Gerüchte, ob er den Job als DFB-Direktor übernehmen würde, mit einem gefühlten „Jein“ antwortete, ließ sich Bernstein von den Spekulationen zum Zitat  „Reisende soll man nicht aufhalten“ in einem Kicker-Interview hinreißen. 

Hertha BSC: Krach zwischen Bernstein und Bobic geht weiter

Nun folgt die nächste Episode. Dabei schien der Krach doch bei einem gemeinsamen Abendessen beigelegt worden zu sein. „Es ging einfach darum, wie wir mit Spekulationen zukünftig umgehen. Entweder gar nicht mehr darauf eingehen oder gemeinsam dazu etwas sagen, um gar nicht auseinanderdividiert zu werden“, erklärte Bernstein zuletzt im Podcast von „Hertha Base“.

Geklappt hat das wohl offenbar nicht.

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