Herthas Geldgeber Lars Windhorst hat sich beim Kurznachrichtendienst Twitter angemeldet, will in Zukunft über die Plattform kommunizieren.  Imago

„Big City Lars“ twittert bereits seit Februar 2020 flotte Sprüche über den blau-weißen Kosmos. Der echte Lars Windhorst steigt erst jetzt beim Kurznachrichtendienst ein. Herthas 374-Millionen-Euro-Investor will in Zukunft Berichte über sein Unternehmen und seine Person kommentieren. Ganz klar: Da zwitschert was auf Hertha zu! 

Weil viele User es gar nicht glauben konnten und es auch diverse Fake-Accounts mit seinem Namen gibt, bestätigte Windhorst die Echtheit seines Kontos persönlich. „Hallo an alle Zweifler, die nicht glauben, dass das mein Account ist. Ich freue mich sehr – auch ohne blauen Haken – hier auf anregende Diskussionen und Gespräche. Viele Grüße, Ihr Lars Windhorst“

Schulterschluss zwischen Hertha und Windhorst 

Hintergrund: Seit Windhorsts Hertha-Einstieg im Sommer 2019 wurde immer wieder über das schwierige Verhältnis zwischen ihm und dem Klub berichtet. Eigentlich galten die Wogen seit der Demission von Ex-Manager Michael Preetz als geglättet. Jetzt geht Windhorst aber in die Offensive, will Twitter wie Ex-US-Präsident Donald Trump als eigenes Sprachrohr benutzen. 

Auslöser für Windhorsts Twitter-Angriff könnten die jüngsten Berichte des Manager Magazins und des Spiegels gewesen sein, wonach die noch ausstehende letzte Rate über insgesamt 60 Millionen Euro zu einem Riss zwischen den Blau-Weißen und Windhorst führen könnte. Demnach hätte Hertha bei nicht rechtzeitiger Zahlung bis Ende Juni die Möglichkeit, Anteile an einen anderen Investor zu veräußern.

„Unser Vertrag wird erfüllt werden, so wie er besprochen und ausgehandelt worden ist. Da gibt es keinen Dissens“, übten Windhorst und Herthas neuer Boss Carsten Schmidt vor kurzem in einer gemeinsamen Erklärung den Schulterschluss. Weiter hieß es: „Irritationen, zu denen es in Phasen gekommen ist, wurden intern konstruktiv geklärt. Vor allem aber gefährden sie nicht das gesamte Projekt, an dessen Erfolg wir nach wie vor glauben.“

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Spott über Jürgen Klinsmann 

Um weiteren Unruhen vorzubeugen, will Windhorst ab sofort auf Twitter selbst in die Tasten hauen. Einen Vorgeschmack darauf, was im Netz so abgeht, bekam er direkt zu spüren. Einige Nutzerinnen und Hertha-Fans begrüßten Windhorst freundlich, andere kritisch bis spöttisch.  

Klar ist: Sollte Windhorst sein Twitter-Konto regelmäßig nutzen und mit den Fans über den Klub diskutieren, zwitschert einiges auf Hertha zu. 

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