Einmal hinschauen und dann schießen. Schlitzohr Matheus Cunha traf beim internen Testspiel aus 50 Metern. Foto: City-Press

Die Sonne lachte über dem Amateurstadion und Herthas Trainer Bruno Labbadia strahlte nach dem internen Testspiel, das 2:1 (1:0) ausging, noch mehr. Kein müdes Gekicke, sondern ein knallharter Schlagabtausch und dazu zauberte Matheus Cunha ein Giganten-Tor aus dem Fuß.

Der Treffer in der 59. Minute war Wahnsinn. Der Brasilianer schoss auf Höhe des Halbkreises, der Ball flog und flog – über Teenie-Torwart Florian Palmowski (19) hinweg – ins Tor zum 2:0. Ein wunderschönes Ding, das an den leider verstorbenen, früheren Hertha-Stürmer Alex Alves erinnerte, der im September 2000 beim 4:2 gegen Köln so das Tor des Jahres schoss.

Labbadia war angetan von der Fußballkunst: „So weit bin ich als Stürmer mit meinen Schüssen nie gekommen, ich habe meine Tore mit im Sechzehner gemacht.“ Der Trainer kann auch sonst glücklich über Cunha sein.

Denn der Supertechniker ist schon in Frühform. Er zaubert, rennt und trifft. In der 20. Minute ging sein Solo für Marvin Plattenhardt zu schnell. Der Außenverteidiger grätschte ihn im Strafraum um. Elfmeter – Cunha verwandelte eiskalt zum 1:0.

Nach nur fünf Tagen Training sah das Spiel beider Teams erfrischend flüssig aus und alle Profis gaben Vollgas - mit giftigen Zweikämpfen. „Nach dieser intensiven Woche war das mehr, als wir erwartet haben. Man hat gemerkt, dass beide Mannschaften gewinnen wollten.“, freute sich Labbadia.  Für die Gegner von Cunha und Co machte Youngster Jessik Ngankam in der 74. Minute noch das 1:2.

So spielte Hertha (Heimtrikot): Jarstein (41. Palmowski) – Klünter, Stark, Torunarigha, Plattenhardt – Darida, M. Dárdai – Leckie, Duda, Ngankam – Piątek

So spielte Hertha (Auswärtstrikot):  Körber – Pekarik, Boyata, Rekik, Mittelstädt –  Ascacibar, Tousart – Lukébakio, Cunha, Redan – Köpke