Herthas neue Nummer 10: Trainer Bruno Labbadia bedankt sich bei Matheus Cunha. Foto:  City-Press

Dass viele Fußballer sehr abergläubig sind, ist bekannt. Dabei sind die Rituale ganz unterschiedlicher Natur. Während manche immer kurz vor dem Anpfiff gen Himmel blicken oder sich bekreuzigen, ziehen sich andere immer zuerst den linken Schuh an.

Herthas Zauberfuß Matheus Cunha war nun unter der Woche abseits des Feldes genauso reaktionsschnell wie auf dem Platz. Nur drei Tage nach dem die Rückennummer 10 durch den Köln-Wechsel von Ondrej Duda frei geworden war, schnappte sich der Brasilianer die bei Offensiv-Künstlern so begehrte Nummer – und leitete dadurch eine blau-weiße Kettenreaktion ein: Kris Piatek schnappte sich Cunhas 9, während Leckie die 7 vom Polen übernahm. Dodi Lukebakio stürmt ab sofort mit der 11, die der Australier noch im Pokal trug.

Die neue Beflockung, die kurz vor Ligastart von der DFL abgeknickt wurde, beflügelte alle Herthaner, die Bremen phasenweise schwindelig spielten.

Nach dem 4:1-Sieg schrieb Cunha bei Instagram: „Neues Trikot, neue Nummer – aber ich bin immer noch der Alte.“ Dazu setzte er das Hashtag „MC10“.

Sein neues Markenzeichen bekam prompt den Segen von Ex-Herthaner Salomon Kalou, der nun in Cunhas Heimat bei Botafago FC kickt und einst Duda den Titel „Nummer 10“ verpasste. Damals triggerte Kalou Duda mit der KURIER-Wette um eine Luxus Uhr.

Nun hoffen alle Hertha-Fans zu Recht auf einen ähnlichen Effekt. Die 10 macht Cunha noch stärker. Ganz ohne aber ...