Hallo, ich bin auch noch da! Matheus Cunha von Hertha BSC darf nur in Brasiliens Olympia-Auswahl spielen. Foto: City-Press

Er ist Herthas bester Techniker. Doch der brasilianische Verband trickst mit Matheus Cunha (21) weiter herum. Der Mittelfeldspieler wurde wieder zu Länderspielen berufen – aber nicht für die Selecao, sondern nur für Brasiliens Olympia-Auswahl.

Statt bei der WM-Quali in Neymars Team gegen Venezuela und in Uruguay zu spielen, tritt der blau-weiße Mittelfeldspieler heute in Kairo im Nachwuchsteam gegen Südkorea und Dienstag gegen Ägypten an. Es ist eine uncharmante Degradierung in die zweite Mannschaft.

Zur Erinnerung: Vor einem Monat wurde Cunha in die A-Elf berufen und saß völlig sinnlos bei allen drei Länderspielen auf der Bank. Völlig müde nach dem Rückreisestress konnte er nur einmal bei Hertha trainieren, bevor es gegen den VfB Stuttgart (0:2) ging. Immerhin hat Cunha diesmal nur einen Flug von Kairo nach Berlin zurück.

Doch wie fühlt sich Cunha mit der Nichtnominierung in die Selecao? Herthas Trainer Bruno Labbadia: „Das müssen wir sehen, wie er damit umgeht. Er ist jung und hatte diese Situation noch nicht. Matheus will immer spielen. Bei der Olympia-Auswahl sind für ihn die Chancen größer.“

Vor neun Monaten trug Cunha maßgeblich dazu bei, dass Brasilien zu den Olympischen Spielen in Tokio fährt. Beim damaligen Quali-Turnier in Kolumbien war er einer der Besten im Team. Das wird auch jetzt wohl wieder so sein. Doch ob er da noch mit glücklich ist?