Matteo Guendouzi beim U21-Länderspiel des französischen Teams gegen die Slowakei. Jetzt hat er Corona und kann für Hertha nicht spielen. Foto: AFP

Corona-Alarm bei Hertha BSC. Neuzugang Matteo Guendouzi (21) kam mit dem Virus von der Länderspielreise mit Frankreichs U21 zurück. Dazu die Frage: Haben sich noch andere blau-weiße Profis bei ihren Trips mit ihren Nationalteams angesteckt?

Bruno Labbadias Albtraum wird wahr. Bis morgen Mittag muss der Trainer warten, welche Spieler überhaupt beim Abschlusstraining für die Heimpartie morgen gegen den VfB Stuttgart (15.30 Uhr) dabei sind. Denn bevor, irgendjemand mittrainieren darf, muss ein Testergebnis vorliegen.

Labbadia bleibt in der Lage tapfer und kämpferisch: „Wir werden jetzt erst mal nur mit elf Leuten trainieren. Das ist alles andere, wie man sich eine Spielvorbereitung vorstellt. Es macht keinen Spaß, aber da müssen wir durch. Wir jammern nicht, sondern machen das Beste daraus.“

Zurück zum Corona-Fall Guendouzi. Der Neuzugang, der vor elf Tagen vom FC Arsenal ausgeliehen wurde, war nach seiner Unterschrift sofort zu seinen Länderspielen gereist. Bei der Ankunft in Berlin schlug ein erster Test positiv auf. Auch der zweite Test – wieder positiv. Der Spieler zeigt bisher keine Symptome. Doch er muss zehn Tage in Quarantäne, fällt für die Spiele gegen Stuttgart und nächste Woche bei RB Leipzig aus.

Labbadia „Ich hatte ihn für den Kader eingeplant. Jetzt ist der schlimmste Fall eingetroffen. Er muss alleine zu Hause trainieren und wir haben nur über Telefon und Computer Kontakt.“ Das erschwert die Integration des Mittelfeldspielers.

Das ist nur eine Sorge: Die drei Südamerikaner Matheus Cunha (Brasilien), Jhon Cordoba (Kolumbien) und Omar Alderete (Paraguay) haben Reisen ohne Sinn hinter sich. Sie haben nicht gespielt und waren einem Infektionsrisiko in Südamerika ausgesetzt. Ähnlich erging es auch dem Tschechen Vladimir Darida. In seinem Nationalteam gab es fünf Corona-Fälle während der Länderspielreise. Hertha wartet gespannt auf deren Testergebnisse.

Labbadia: „Wir werden Nullkommanull Risiko eingehen, wir lassen keinen trainieren oder mit anderen in Kontakt treten, der nicht vorher getestet ist.“ Die Ergebnisse liegen frühestens am Vormittag vor. Ein Alptraum für jeden Trainer, nicht mal einen Tag vor dem Spiel zu wissen, mit wem er planen kann.