Jens Lehmann (50) sieht die Corona- Einschränkungen kritisch. Foto: Imago Images/MIS

Hertha sehnt sich endlich nach Ruhe. Doch Jens Lehmann (50), seit gestern neustes Aufsichtsrat-Mitglied, produziert sofort Schlagzeilen. Lesen Sie mal, was er diesmal über Corona zu sagen hat ...  

„Solange die Symptome nicht ganz so schlimm sind, müssen Spieler damit klarkommen“, sagte der Ex-Nationaltorhüter in einem TV-Interview. Die bewiesene Gefahr, dass auch Fußballprofis an der heimtückischen Lungenkrankheit schwer erkranken können, sieht Lehmann nicht: „Wir haben einige Spieler, die infiziert waren, und die meisten haben nicht mal Symptome gezeigt. Deswegen denke ich, für junge, gesunde Menschen mit einem starken Immunsystem ist das nicht so bedenklich.“

„Wir müssen weitermachen"

Lehmann, der selbst mit Sars-CoV-2 infiziert war („War leichter als bei einer Grippe“), hält auch nichts von starken Beschränkungen für das öffentliche Leben. Es müsse weitergehen. „Letztendlich muss man damit leben“, sagte er über das Virus., „denn das Einzige, worauf dieser Lockdown basiert, ist die Hoffnung, dass wir irgendwann einen Impfstoff oder ein Medikament finden, das einen heilt. Bisher haben wir gar nichts. Deshalb kann man nicht alles abschalten, man muss weitermachen.“

Dass Millionen Menschen, Vorerkrankte und Ältere, akut gefährdet sind, scheint Lehmann zu vergessen. Bereits vor zwei Wochen sorgte er mit Aussagen zu Geisterspielen für Kritik und teils heftige Reaktionen in den sozialen Medien. Eine Forderung nach Spielen vor Fans sei das nicht gewesen, sondern eine einfache, weiter unbeantwortete Frage, so Lehmann später.