Jhon Cordoba hat Hertha BSC nach nur einem Jahr wieder verlassen. Jetzt versucht der Kolumbianer in Russland sein Glück. Foto: City-Press

KURIER-Leser wussten es schon, jetzt ist es amtlich! Herthas Stürmer Jhon Cordoba (28) wechselt für rund 20 Millionen Euro Ablöse zum russischen Erstligisten FK Krasnodar. Ein Überraschungstransfer, der ganz schnell über die Bühne ging. Der Kolumbianer ist bereits bei seinem neuen Klub in Südrussland angekommen.

Gestern machte der Angreifer, den Medizincheck in Krasnodar, danach wurde der Deal mit den Unterschriften besiegelt. Hertha BSC vermeldete via Twitter am Vormittag: „Der 28-jährige Kolumbianer ist auf dem Weg nach Südrussland und steht kurz vor einer Vertragsunterschrift bei FK Krasnodar.“

Eigentlich war Cordoba als Stürmer Nummer 1 bei den Blau-Weißen für die neue Saison eingeplant. Doch das Angebot der Russen war zu verlockend. Der Angreifer war erst vor einem Jahr vom 1. FC Köln für rund 15 Millionen Euro Ablöse gekommen, jetzt zahlt Krasnodar rund 5 Millionen Euro mehr - plus Zuschlag (bei Erreichen der Europa League).

Dardai: „Zum Schluss entscheidet immer der Spieler“

Sportlich ist es erstmal ein Verlust. Denn der dynamische Cordoba schoss immerhin sieben Tore in der vergangenen Saison.  Trainer Pal Dardai kommentierte den Wechsel so: „Ich habe mich bedankt für seine Tore. Jedes Tor, das er für Hertha BSC gemacht hat, war wichtig. Zum Schluss entscheidet immer der Spieler. Und wenn er eine Möglichkeit hat, was er gern machen will, dann liegt kein Stein im Weg.“

Wie geht es aber jetzt bei Herthas Sturm weiter? Kommt ein Ersatz für Cordoba? Dardai erklärt: „Ein guten Kern haben wir. Ich kann keinen Druck bei Fredi ausüben. Wir haben ein Budget, danach müssen wir uns richten. Im Hintergrund wird gearbeitet. Wir werden uns noch verstärken.“

Real will Jovic verkaufen

Heißt: Hertha geht trotz Millionen-Investor in diesem Sommer erstmal auf Sparkurs bei der Kaderplanung. Es wird nur das Geld ausgegeben, was auch eingenommen wird. Jetzt sind erstmal 20 Millionen Euro da. Manager Fredi Bobic hat Spielraum, um einen neuen Stürmer zu kaufen. Ein Wunschkandidat, der bisher utopisch klang, ist mit 20 Millionen Euro Einnahmen jetzt möglich. Serbe Luka Jovic (23) von Real Madrid. Die Königlichen wollen den früheren Frankfurter Stürmer verkaufen. Bobic kennt ihn genau aus seiner Eintracht-Zeit.

Der Ex-Frankfurter Luka Jovic konnte sich bei Madrid noch nicht durchsetzen. Jetzt will ihn Real verkaufen. Foto: Imago Images

Zuletzt war Davie Selke in den Testspielen klarer Favorit als Stammspieler im Angriff. Der von Absteiger Bremen zurückgekehrte Stürmer zeigt bisher auch eine tolle Form. Dardai zählt dann auf: „Kris Piatek kommt zurück, wenn er seine Verletzung auskuriert hat. Dodi Lukebakio ist auch ein Mittelstürmer.“

Tendenz ist ganz klar: Eigentlich soll auch der Belgier verkauft werden. Doch bis dahin, muss Bobic einen neuen Stürmer an der Angel haben - vielleicht Jovic?

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